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Autobauer: VW setzt bei Rekordjagd auf Schwellenländer

exklusiv Volkswagen ist auf Rekordkurs und will dieses Jahr so viele Autos verkaufen wie nie zuvor. Nach der Übernahme des Lkw-Herstellers MAN treibt der Automobilkonzern vor allem die Expansion in Schwellenmärkten voran.

Tiguan-Produktion im Volkswagen-Stammwerk Wolfsburg. Quelle: dpa
Tiguan-Produktion im Volkswagen-Stammwerk Wolfsburg. Quelle: dpa

WolfsburgAus Sicht von Betriebsratschef Bernd Osterloh spielen für Europas größten Autobauer dabei strategische Partnerschaften mit lokalen Anbietern eine Schlüsselrolle. „Natürlich darf Volkswagen die Kräfte nicht überdehnen. Aber es bieten sich eine Menge Chancen auf dem Weltmarkt“, sagte Osterloh im Gespräch mit dem Handelsblatt.

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Der Konzern hat im ersten Halbjahr erstmals mehr als vier Millionen Autos verkauft, sagte VW-Chef Martin Winterkorn Monagabend in Berlin. Allein die Kernmarke VW lieferte erstmals mehr als 2,5 Millionen Autos aus - ein Plus von fast 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Winterkorn bejahte die Frage, ob der VW-Konzern in diesem Jahr acht Millionen Autos verkaufe werde. "Ich gehe mal davon aus, ja", sagte der VW-Chef.

Volkswagen-Modelle

Und das soll durch die Schwellenländer möglich werden. Vorbildfunktion hat für Betriebsratchef Osterloh die Partnerschaft in Südostasien. Dort bereitet VW die Produktion von Passat und Jetta beim Partner DRB Hicom in Malaysia vor. Dieses Modell könnte auch in weiteren Regionen funktionieren, sagte Osterloh.

Parallel treiben die VW-Ingenieure Pläne für einen preiswerten Kleinwagen voran. Basis soll das im Herbst debütierende Modell Up sein, das im slowenischen Bratislava gebaut wird. Geprüft wird eine deutlich abgespeckte Variante für Schwellenländer wie Indien. Zuletzt war über ein Preisziel in Höhe von 6.000 Euro spekuliert worden. „Es ist sicherlich wirtschaftlich nicht sinnvoll, den Up für Schwellenländer in Bratislava zu produzieren“, sagte der Betriebsratschef.

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Quelle: dapd

„Deshalb muss das Fahrzeug vor Ort gefertigt werden und die entscheidenden Bauteile müssen auch vor Ort eingekauft beziehungsweise hergestellt werden.“ Dass dann ein Modell entstehe, dass europäischen Ansprüchen nicht genüge, hält er für irrelevant. Osterloh: „Ein Auto muss den Kunden vor Ort gefallen, nicht uns Deutschen.“

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