Autobauer: VW-Übernahme wird für Porsche teurer

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VW-Übernahme wird für Porsche teurer

Milliarde um Milliarde hat Porsche in den vergangenen Jahren verdient. Schließlich war die Übernahme von Volkswagen bisher kein teures, sondern ein gewinnbringendes Geschäft. Doch nun feilscht der Sportwagenbauer mit Banken um die Konditionen für einen neuen Milliarden-Kredit. Den braucht Porsche, um weitere VW-Anteile zu bezahlen.

FRANKFURT/STUTTGART. Für Porsche wird die Verlängerung einer bestehenden Kreditlinie über zehn Mrd. Euro, die das Unternehmen für den Erwerb von VW-Anteilen braucht, deutlich teurer. Das erfuhr das Handelsblatt aus Finanzkreisen. „Wir sind auf gutem Wege und optimistisch, die Refinanzierung noch im März zu bekommen“, sagte dagegen ein Sprecher des Konzerns. Zu welchen Konditionen ließ der Sprecher offen.

Die Refinanzierung sei auch für Porsche derzeit deutlich schwieriger, hieß es in Finanzkreisen. Die Kreditlinie müsse deshalb gut vorbereitet und unter den Banken auf mehrere Schultern verteilt werden. Porsche müsse in jedem Fall deutlich tiefer in die Tasche greifen. Laut Finanzkreisen wird bei der Kreditlinie über eine Bereitstellungsgebühr von 0,50 Prozentpunkten und einen Zinssatz von deutlich mehr als sieben Prozent diskutiert, sobald die Kreditlinie in Anspruch genommen wird. BMW hatte vor wenigen Monaten sogar neun Prozent bezahlen müssen, VW kürzlich etwas mehr als 6 Prozent.

Sowohl das Volumen als auch der Verwendungszweck der neuen Kreditlinie seien noch nicht festgeschrieben, hieß es weiter. Ein Porschesprecher bestätigte, dass das Unternehmen ein Volumen von zehn Mrd. Euro anstrebe, im Zweifelsfall auch mit mehreren Konsortien. Am Markt wird erwartet, dass sich die Royal Bank of Scotland und Merrill Lynch aus dem Kreis der Banken zurückziehen werden.

Hartnäckig halten sich seit Tagen Gerüchte, dass Porsche in der allgemeinen Finanzkrise Probleme hat, die Kreditlinie überhaupt zu bekommen. Mehrere Analysten stuften die Aktie herunter, der Kurs geriet unter Druck. Porsche-Chef Wendelin Wiedeking hatte zuletzt auf der Hauptversammlung in Stuttgart gesagt, dass man bei VW „voll im Fahrplan“ sei, bei dem es aber keine festen Zeitpunkte gebe.

Ein Rundgang in Bildern durch das neue Porsche-Museum

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