Autobauer
Wolfgang Porsche dementiert Wiedeking-Aus

Der Machtkampf bei Porsche tobt weiter. Eigentlich sollte bis zu den Aufsichtsratssitzungen nächsten Donnerstag Ruhe sein, was das Schicksal von Wendelin Wiedeking als Porsche-Chef angeht. Am Freitag hieß es dann aber in übereinstimmenden Medienberichten, er solle von seinem eigenen Zögling Michael Macht abgelöst werden. Doch nun dementiert Porsche-Aufsichtsratschef Wolfgang Porsche.

HB STUTTGART. Der Chefkontrolleur des Sportwagenbauers hat die Meldungen über einen Wechsel an der Spitze des Sportwagenbauers als falsch bezeichnet. Er weise die Spekulationen entschieden zurück, dass Michael Macht auf Wendelin Wiedeking folge, sagte der Vorsitzende des Kontrollgremiums am Freitag in Stuttgart. Ein Porsche-Sprecher betonte, Wiedeking sei weiterhin Chef der Porsche AG und der Porsche Holding.

Auch Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück, zugleich stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender, wies "die gezielten Falschmeldungen um die angebliche Ablösung" Wiedekings "aufs Schärfste" zurück: "Dr. Wiedeking ist Vorstandsvorsitzender, und er wird es auch bleiben". Es werde keinen neuen Vorstandschef gegen die Stimmen der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat geben.

Zuvor hatten "Spiegel" und "Wirtschaftswoche" berichtet, Wiedeking müsse nach einem Beschluss der Eigentümerfamilien seinen Posten räumen. Die Familien Porsche und Piëch haben sich danach auf den bisherigen Produktionsvorstand Michael Macht als Nachfolger geeinigt. Über die Modalitäten des Ausscheidens von Wiedeking werde bereits verhandelt.

Der 48 Jahre alte Macht gilt in der Branche als hochqualifizierter Fertigungsexperte, der in der Porsche-Produktion jährlich große Effizienzsteigerungen erreichte. Außer ihm sei im Porsche-Vorstand niemand für die Wiedeking-Nachfolge in Betracht gekommen.

Macht soll laut "Spiegel" Chef der Porsche AG werden, in der das Autogeschäft des Sportwagenbaues gebündelt ist. Dieses Amt soll er der "Wirtschaftswoche" zufolge aber nur kommissarisch ausüben. Wer Wiedeking an der Spitze der Porsche Holding folgen soll, ist demnach noch offen. In der Holding haben die Stuttgarter neben ihrem Autogeschäft auch ihre VW-Anteile gebündelt. Bislang hat Wiedeking beide Vorstandsposten inne.

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