Autobauer zieht Konsequenzen
GM schnallt den Gürtel noch enger

Der ins Schlingern geratene US-Autobauer General Motors will seine finanzielle Lage durch weitere Sparmaßnahmen verbessern. Wie alle US-Autohersteller hat GM derzeit mit gestiegenen Materialkosten, dem hohen Ölpreis und einem schwächelnden US-Markt zu kämpfen.

HB DETROIT. "Der schnelle Anstieg des Ölpreises und ein Wandel im Auto-Verkauf bringt viele wirtschaftliche und unternehmerische Herausforderungen mit sich", schrieb GM-Chef Rick Wagoner in einer E-Mail an die Manager des Konzerns. Wagoner bestätigte damit erstmals, dass GM an der Verbesserung seiner Kapitalausstattung arbeitet, die der US-Branchenprimus nach Einschätzung vieler Experten dringend benötigt.

Die Investmentbank Merrill Lynch hatte letzte Woche gemahnt, dass das Unternehmen 15 Mrd. Dollar frisches Kapital brauche. Ansonsten sei ein Konkurs des Autogiganten nicht ausgeschlossen. Auch Goldman Sachs riet mit Verweis auf die Kapitaldecke zum Verkauf von GM-Aktien. In der Folge stürzte der Kurs auf den tiefsten Stand seit Mitte der 50er Jahre.

Wie alle US-Autohersteller hat GM derzeit mit gestiegenen Materialkosten, dem hohen Ölpreis und einem schwächelnden US-Markt zu kämpfen. Besonders in den USA kaufen immer weniger Menschen die spritschluckenden Geländewagen und Pickup-Kleinlaster - bisher die Umsatzträger von GM.

"Wir müssen unsere Geschäfte den neuen Marktbedingungen anpassen und unsere Kapital- und Finanzausstattung verbessern", schrieb GM-Chef Wagoner in der heute bekanntgewordenen E-Mail. In dem Rundschreiben, das Wagoner bereits am 27. Juni abgesendet hatte, fordert er die Mitarbeiter auf, bei ihrer Arbeit besonders auf Einsparungsmöglichkeiten und freie Mittel zu achten.

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