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Autobranche: Abwrackprämie mischt Autokarten neu

Die Abwrackprämie erweist sich mehr und mehr als Debakel für die Premium-Autobauer. Während die Hersteller von Kleinwagen im Februar durch die Bank teils dramatisch gestiegene Absatzzahlen verzeichnen, sieht die Bilanz von BMW und Co ganz anders aus. Oberklasseautos verkaufen sich schlecht. Und: Vor allem ausländische Autobauer profitieren von der Staatshilfe und bauen ihre Marktanteile aus. Kein Wunder, dass diese nun einen Nachschlag fordern.

Verkaufte Autos gab es im Februar 2009 viele. Quelle: dpa
Verkaufte Autos gab es im Februar 2009 viele. Quelle: dpa

HB FRANKFURT. Die Verschrottungsprämie für Altautos hat dem monatelang lahmenden deutschen Automobilmarkt im Februar kräftig auf die Sprünge geholfen. Da sind die Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) deutlich. Im Monat Februar wurden laut KBA 277 740 Neuwagen zugelassen – das sind 21,5 Prozent mehr als im Monat des Vorjahres. Wobei das Gros dieses Zuwachses die Hersteller von Kleinwagen eingefahren haben. Das Segment der Kleinstwagen legte um 155 Prozent zu, das der etwas größeren Kleinwagen mit ebenso beeindruckenden 93 Prozent.

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Freuen konnten sich also vor allem Hersteller wie Ford und Volkswagen, ganz besonders aber auch viele ausländische Unternehmen wie Fiat oder Peugeot. Der südkoreanische Autobauer Hyundai konnte gar 153,9 Prozent mehr Autos verkaufen als im Vormonat. Verkaufte Hyundai im Vorjahreszeitraum 11 979 Autos, so sind es jetzt 15 988. Ein mehr als deutlicher Zuwachs.

Kein Wunder, dass der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) eine mehr als zufriedene Bilanz zieht. In den ostdeutschen Bundesländern ist der Absatz nach den Schätzungen des Importeursverbandes sogar um 40 Prozent nach oben geschnellt.

Dass nicht nur ausländische Marken oder Töchter von der Prämie profitieren, zeigt sich an Volkswagen. In Deutschland gehe das Geschäft dank der Abwrackprämie sehr gut, teilte VW-Chef Martin Winterkorn mit. Insgesamt gebe es aber in West- und Osteuropa Probleme. „Auch die USA machen uns nach wie vor Sorgen.“

Ganz anders sieht die Bilanz hingegen bei den Premium-Herstellern aus. Im Februar habe sich der Absatz ähnlich schwach entwickelt wie im Januar, als die Verkaufszahlen um rund ein Viertel eingebrochen waren, teilte BMW-Chef Norbert Reithofer. Von der Abwrackprämie habe BMW bislang kaum profitiert.

Und das ist fast noch untertrieben. Während Toyota und Co satte Zuwächse feiern können, sind die Zulassungszahlen bei BMW im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 20,9 Prozent eingebrochen. Das sieht durch die Bank bei fast allen Premium-Marken so aus. Jaguar steht zum Beispiel mit einem Minus von gut 34 Prozent da - und bei Land Rover, Saab und Volvo sieht es nicht viel besser aus. Ein Desaster auf breiter Bank.

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