Autobranche
Audi spart sich fit – dank VW

Die Autokrise lässt Audi unbeeindruckt. Der Autohersteller rechnet laut Medienbericht weiter mit einer strammen Rendite von mehr als fünf Prozent. Und das hat vor allem mit der Konzernmutter VW zu tun.
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HB HAMBURG. Die VW-Tochter Audi konnte ihre Vorteile aus dem Konzernverbund nach den Worten des Finanzvorstands Axel Strotbek in den ersten neun Monaten dieses Jahres weiter ausbauen. "Unsere Rendite wird in den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres trotz Krise bei mehr als fünf Prozent liegen", sagte Strotbek im Gespräch mit der "Financial Times Deutschland" (FTD/Freitag). Für das dritte Quartal stellte der Finanzvorstand "sehr gute operative Ergebnisse" in Aussicht. Die Zahlen will Audi am 30. Oktober veröffentlichen.

Anders als Daimler und BMW profitierten die Ingolstädter durch Kooperationen mit Schwestermarken im VW-Konzern von enormen Einsparmöglichkeiten bei Material- und Entwicklungskosten, hieß es in dem Bericht weiter. So werden verschiedene Modelle wie der Audi A4 und der VW Passat aus einem Baukasten bestückt. Die Konkurrenz suche derzeit noch nach Kooperationspartnern.

Unter den Premiumanbietern hat Audi in den vergangenen Jahren eine Aufholjagd gestartet. In Westeuropa führt Audi dieses Segment laut Berechnungen des europäischen Automobilherstellerverbands ACEA im Zeitraum von Januar bis September mit einem Marktanteil von 4,5 Prozent an. Die Marke Mercedes-Benz liegt bei 4,2 Prozent, BMW ohne Mini bei 4,1 Prozent. "Wir konnten die Marktanteile im laufenden Jahr in vielen wichtigen Regionen ausbauen, etwa in Westeuropa und den USA", sagte Strotbek. Aber auch wirtschaftlich will er "im Wettbewerbsvergleich langfristig die Nase vorn haben".

Audi plant, seine Modellpalette bis 2015 auf mehr als 40 Fahrzeuge auszubauen, davon mehrere im Kleinwagensegment. "An Produktinvestitionen haben wir nicht gespart und werden wir auch künftig nicht sparen", so Strotbek. Audi investiere jedes Jahr rund zwei Mrd. Euro in neue Produkte und Technologien.

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