Autobranche
Auto-Zulieferer Grammer mit Verlust

Der bayerische Automobilzulieferer Grammer bekommt die weltweite Automobilkrise immer stärker zu spüren. Und das Minus beim Umsatz ist so groß, dass man sich angesichts der angeschlagenen Branche Sorgen machen muss.

HB BERLIN. Für das erste Halbjahr 2009 rechne der Konzern mit Umsatzeinbrüchen von 25 bis 30 Prozent und einem Verlust vor Zinsen und Steuern (Ebit), teilte das Unternehmen aus der Oberpfalz am Monatag mit. Auch für das Gesamtjahr, für das der Konzern wie erwartet keine Prognose abgab, zeigte sich Grammer skeptisch. "Mit einer schnellen und deutlichen Belebung der Märkte wird jedoch aus derzeitiger Sicht nicht gerechnet."

Wegen der Krise kündigte Grammer eine Verschärfung seines Sparkurses an, "insbesondere auch Personalanpassungen". Im Januar hatte die Firma bereits Kurzarbeit für 2000 Mitarbeiter angekündigt. Außerdem solle für das Geschäftsjahr 2008 keine Dividende ausgeschüttet werden, teilte das Unternehmen mit.

Im Geschäftsjahr 2008 erreichte Grammer die zuletzt im November bekräftigten Ziele. Der Umsatz stieg um knapp ein Prozent auf 1,01 Mrd. Euro. Das Ebit lag mit 32,1 Mio. Euro auf dem Niveau des Vorjahres. Beim Jahresüberschuss rechnet der Konzern hingegen nur mit zwölf bis 14 Mio. Euro - deutlich weniger als die 17,6 Mio. Euro im Vorjahr. Grund seien signifikante Verluste im Finanzergebnis wegen der Turbulenzen auf den internationalen Finanzmärkten, erklärte das Unternehmen.

Grammer stellt Kopfstützen, Armlehnen und Mittelkonsolen für Pkws her sowie Sitze für Lastwagen, Land- und Baumaschinen.

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