Autobranche
Autohersteller erwarten 2009 Einbruch

Der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) rechnet im kommenden Jahr mit einem Absatzeinbruch auf dem deutschen Automarkt. Die Zahl der Neuzulassungen werde auf 2,9 Millionen sinken.

HB FRANKFURT. Der Auto-Importeursverband VDIK erwartet im nächsten Jahr eine Verschärfung der Absatzkrise in Deutschland. „Sollte es der Bundesregierung nicht sehr schnell gelingen, eine wirksame Förderung des Pkw-Marktes zu beschließen, werden in 2009 nicht mehr als 2,9 Mio. Pkw neu zugelassen“, sagte Volker Lange, der Präsident des Verbands der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK), am Donnerstag in Frankfurt. Das sei das gleiche Niveau wie vor der Wiedervereinigung - ohne die Länder der damaligen DDR. Schon für 2008 geht der VDIK nur noch von 3,09 Mio. Zulassungen aus, zum Vorjahr ein Rückgang um 1,8 Prozent.

Gegen die Verunsicherung der Verbraucher helfen nach Ansicht des VDIK nur klare Entscheidungen wie die Einführung einer vom Schadstoffausstoß abhängigen Kfz-Steuer vor der Bundestagswahl im Herbst. Auch eine „Verschrottungsprämie“ könne helfen, die Autofahrer zu bewegen, ihr altes Fahrzeug gegen ein neues und umweltfreundlicheres einzutauschen, mahnte Lange. Viele Händler litten darunter, dass die Banken mit Krediten an den Mittelstand „knausern“, obwohl einige von ihnen unter den staatlichen Rettungsschirm geschlüpft seien. Potenzielle Käufer mit noch größeren Preisnachlässen in die Autohäuser zu locken, ist für den VDIK keine Option. Lange sagte, eine „noch höhere Rabattschleuderei“ sei wirtschaftlich nicht sinnvoll.

Auch für den Nutzfahrzeugmarkt malt der VDIK ein düsteres Bild und geht für 2009 von einem Rückgang der Neuzulassungen um zehn Prozent auf 300 000 aus. In diesem Jahr werden sie bei rund 334 000 stagnieren.

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