Autobranche
Autohersteller investieren Milliarden in Brasilien

Brasiliens Autobranche erlebt einen neuen Investitionsboom: Die bereits im Land vertretenen Hersteller wollen in den nächsten Jahren zwölf Milliarden Dollar investieren, zudem drängen weitere Konzerne in den Markt. Ein Ende des Booms ist nicht in Sicht, denn der stetig zunehmende Wohlstand steigert die Absatzchancen der Hersteller.

SÃO PAULO. So wollen die koreanischen Autobauer Hyundai und Kia sowie Chery aus China weitere drei Milliarden Dollar in neue Fabriken stecken.

Brasiliens Automarkt lockt die Unternehmen mit seiner stetig wachsenden Nachfrage und dem hohen Potenzial. So steigt der PKW-Absatz seit sechs Jahren in Folge. Dadurch ist das Land in nur zwei Jahren vom zehnten Platz unter den weltweit größten Automärkten auf Rang fünf geklettert. „Kein Autobauer weltweit kann es sich noch leisten, Brasilien bei seinen Investitionsstrategien zu ignorieren“, sagt Jackson Schneider, Präsident des Branchenverbandes Anfavea.

Die weltweite Wirtschaftskrise hat Brasiliens Bedeutung für die Branche noch erhöht: Das Land ist nach China und Deutschland einer von nur fünf Automärkten weltweit, die im ersten Halbjahr 2009 gewachsen sind. Um vier Prozent nahmen die Verkäufe im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahr zu. Ford-Manager Marcus de Oliveira schätzt, dass der Absatz in diesem Jahr sogar um zehn Prozent auf 3,1 Mio. Fahrzeuge steigen wird. Derzeit arbeitet die Branche mit zu 75 Prozent ausgelasteten Fabriken, alle Autobauer stellen Mitarbeiter ein.

Ein Grund für die Stabilität der Nachfrage sind die Zins- und Steuersenkungen von Zentralbank und Regierung seit Anfang des Jahres. Die Stimulierung kam gerade richtig, um die weggebrochenen Exporte auszugleichen: Um fast 50 Prozent sind die Pkw-Ausfuhren in den ersten sechs Monaten zurückgegangen. Das liegt an der fehlenden Nachfrage im Ausland und am Real, der seit Jahresanfang um 20 Prozent im Vergleich zum Dollar an Wert gewonnen hat.

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