Autobranche
BaFin untersucht Porsche

Die Finanzaufsicht BaFin prüft eine mögliche Marktmanipulation von Porsche. Es geht um die früheren Übernahmepläne des Sportwagenbauers bei VW. Das kratzt weiter am Image von Porsche-Chef Wendelin Wiedeking.

HB FRANKFURT. Eine Sprecherin der BaFin bestätigte, dass die Behörde eine entsprechende formelle Untersuchung eingeleitet habe. Es gehe um die Frage, ob Porsche seine Absicht zur VW-Übernahme - eine börsenrelevante Information - über eine gewisse Zeit verschleiert habe. Porsche wies die Vorwürfe zurück.

Die „Wirtschaftswoche“ hatte berichtet, dass Porsche möglicherweise schon deutlich früher als bislang bekannt das Ziel verfolgte, den VW-Konzern zu übernehmen, um einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zu schließen. Nach Informationen des Magazins könnte Porsche bereits im Februar 2008 die Absicht gehabt haben, 75 Prozent der VW-Anteile zu übernehmen.

Porsche veröffentlichte aber erst im Oktober entsprechende Pläne und löste damit heftige Kurssprünge der VW-Aktie aus. Dadurch erlitten Hedgefonds und Banken, die auf fallende Kurse der VW-Stammaktien gesetzt hatten, große Verluste.

Porsche hatte in der vergangenen Woche gegenüber der „Wirtschaftswoche“ bestritten, Vertreter des Unternehmens hätten bereits im Februar 2008 über die Absicht gesprochen, dass Porsche einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag anstrebe. Das Magazin beruft sich auf ihm vorliegende Unterlagen und Aussagen.

Bislang sei die Staatsanwaltschaft noch nicht informiert worden, sagte die BaFin-Sprecherin weiter. Dies werde erst geschehen, wenn die Behörde weitere Anhaltspunkte für eine Marktmanipulation habe.

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