Autobranche
Benzinpreise bremsen GM-Sanierung

Die dramatisch einbrechende Nachfrage nach spritfressenden Autos wirft den kriselnden US-Autokonzern General Motors (GM) in seinen Sanierungsbemühungen zurück. Wachsende Lagerbestände zwingen den größten Autohersteller der Welt, die Produktion von großen Geländewagen im zweiten Halbjahr zurückzufahren, teilte GM-Chef Rick Wagoner jetzt mit. Die Hoffnungen, neue Modelle könnten die Absatzflaute beenden, hat der Konzern begraben.

je PORTLAND. Wie bereits zuvor sein Ford-Kollege Bill Ford geht Wagoner nun davon aus, dass die Änderung des Nachfrageverhaltens der US-Käufer dauerhaft ist und es sich nicht nur um eine kurzfristige Absatzflaute handelt. Zuletzt hatten die Probleme der Mineralölgesellschaft BP an einer Pipeline in Alaska die Preise an den US-Zapfsäulen weiter nach oben getrieben. Die unerwartet deutliche Verbesserung der Konzernergebnisse im ersten Halbjahr schienen bislang die Strategie des GM-Managements zu bestätigen. Die jetzt angekündigte Drosselung der Produktion stellt dagegen eine schnelle Sanierung der US-Aktivitäten wieder in Frage. Deutliche bessere GM-Ergebnisse erwartet zum Beispiel Credit Suisse nunmehr erst in der ersten Hälfte 2007.

Auch von den Neuvorstellungen, die GM für die kommenden Monate plant, ist kaum eine Entlastung zu erwarten. Denn sie gehören überwiegend in das Segment der besonders benzindurstigen Geländewagen und Pickups. Von GM wurden diese Segmente, die bislang überdurchschnittlich hohe Margen lieferten, in den vergangenen Jahren besonders gepflegt. So beherrschte GM zeitweise zu drei Viertel den Markt der ganz schweren Geländewagen in den USA. Aufgeschreckt haben das GM-Management die Juli-Zahlen: Die Verkäufe brachen auf breiter Linie ein, bei manchen Modellen um bis zu 30 Prozent. Der Marktanteil von GM sank gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,6 Prozentpunkte auf 27 Prozent.

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