Autobranche
Betriebsrat: Opel-Deal steht bis zur Wahl

Die Zukunft des angeschlagenen Autoherstellers Opel ist nach Einschätzung von Betriebsratschef Klaus Franz bis Mitte September geklärt. Bis zur Bundestagswahl werde der Einstieg eines Investors besiegelt sein, sagte Franz.

HB FRANKFURT. "Ich gehe davon aus, dass es innerhalb der nächsten wenigen Wochen zu einem Agreement zwischen einem Investor und General Motors kommt", sagte Franz am Mittwochabend in Frankfurt am Main. Nach der ersten Einigung müsse dann noch ein Businessplan mit allen Details aufgestellt werden. "Die neue Company wird bis zur Bundestagswahl stehen."

Der Betriebsratschef erklärte, sein Favorit sei nach wie vor der kanadische Zulieferer Magna: "Ich sehe keine Alternative zu Magna." Er erwarte aber auch hier harte Auseinandersetzungen unter anderem um die Anerkennung der geltenden Tarifverträge. Franz erklärte, in Bezug auf die von der US-Regierung geforderten neuen und umweltfreundliche Auto-Technologien sei die Konzernmutter General Motors (GM) auf Opel angewiesen. Er befürchte deshalb, dass der amerikanische Konzern einen späteren Rückkauf Opels anstrebe.

Franz, der auch stellvertretende Opel-Aufsichtsratsvorsitzender ist, warf GM in der "Bild"-Zeitung angesichts jüngster Spekulationen um neue Interessenten Zockerei vor. Gleichzeitig dementierte Franz Meldungen, wonach der US-Investor Ripplewood kurz vor einem möglichen Einstieg bei Opel stehe. "Mir ist kein neues Angebot von Ripplewood und kein neuer Investor bekannt", sagte Franz. "GM zockt auf hohem Niveau, um die Bedingungen für den Verkauf der Opel-Anteile für sich zu verbessern." Das werde allmählich unerträglich für die Beschäftigten bei Opel Europa.

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