Autobranche
Bittere Zeiten für den Automarkt

Die Autoverkäufe sind deutschlandweit auch im Oktober stark eingebrochen. Die Neuzulassungen hätten mit rund 258 800 Wagen 8,2 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres gelegen. Das belegten die Zahlen des Verbandes der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK). Auch die Zahl der Neuzulassungen beim Karftfahrt-Bundesamt ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurückgegangen.

HB DÜSSELDORF. Der Automarkt in Deutschland dümpelt weiter vor sich hin, wie die Zahlen des Verbandes der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) belegen. Die „unerfreuliche Entwicklung der letzten Monate“ habe sich damit fortgesetzt: In den ersten zehn Monaten 2008 erreichte der Pkw-Markt in Deutschland mit etwa 2,63 Millionen Neuzulassungen nur ein mageres Plus von 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Bereits im September und August waren in Deutschland arbeitstagebereinigt mehr als zehn Prozent weniger Neuwagen verkauft worden als im Vorjahreszeitraum. Nach dem erneuten Einbruch schrumpfte das Absatzplus in den ersten zehn Monaten mit bundesweit rund 2,63 Millionen verkauften Neuwagen auf 0,3 Prozent zusammen.

Auch in der Zulassungsstatistik des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) in Flensburg ist die Flaute auf dem deutschen Automarkt deutlich abzulesen. Wie das KBA mitteilte, gingen die Oktoberzulassungen im Vergleich zum Vorjahr um 8,2 Prozent auf 258814 fabrikneue AUtos zurück. Herb traf es dabei vor allem Porsche (-18,9 Prozent) und Opel (-16,6 Prozent). Aber auch ausländische Hersteller wie Toyota (-31,8 Prozent) oder Mazda (-43,4 Prozent) wurden arg gebeutelt. Zulegen konnte hingegen Ford mit einem Plus von 5,9 Prozent und Smart mit einem Zuwachs von 2,2 Prozent. Bei den Fahrzeugkategorien waren vor allem Kleinstwagen wie der Daihatsu Cuore gefragt. Das Mini-Segment wuchs um 11,7 Prozent.

Wegen der anhaltenden Kaufzurückhaltung der Kunden und der Unklarheit über die neue Kfz-Steuer rechnet der Verband, der die Importeure in Deutschland vertritt, nicht länger damit, dass deutschlandweit bis Jahresende 3,2 Millionen Fahrzeuge verkauft werden. Eine neue Zielmarke nannte er nicht.

Auch der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Matthias Wissmann, hatte sich in dem Fachblatt „auto motor sport“ skeptisch geäußert, ob das Ziel zu halten sei: „Sollte die Bundesregierung die Förderung der Anschaffung abgas- und CO2-armer Neuwagen nicht mit sofortiger Wirkung entscheiden, werden die Autointeressierten ihren Kauf noch weiter auf 2009 verschieben und der Pkw-Markt wird noch drastischere Einbrüche erleben als in den letzten Monaten“, prognostizierte VDIK-Präsident Volker Lange.

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