Autobranche: BMW schließt Kurzarbeit nicht aus

Autobranche
BMW schließt Kurzarbeit nicht aus

Der Münchner Autokonzern schließt wie seine Konkurrenten Kurzarbeit nicht aus. Bis zum Frühjahr sollen die Mitarbeiter erstmal angehäufte Überstunden abbauen. Einen Stellenabbau plane BMW nicht.

HB MÜNCHEN. Das sagte Konzernchef Norbert Reithofer am Donnerstag. Trotz der mehrwöchigen Produktionspausen über den Jahreswechsel seien die Zeitkonten der Mitarbeiter „noch gut gefüllt“. Mit dem Abbau der in Boomzeiten angehäuften Überstunden will der Konzern die Zeit bis Frühjahr überbrücken. Reithofer sagte, man müsse bereits darüber hinausdenken.

Dabei werde es Unterschiede in den einzelnen Werken geben, je nach produzierten Modellen. Konkurrent Daimler hatte im Dezember angekündigt, Zehntausende Beschäftigte in die Kurzarbeit zu schicken. Auch Volkswagen, Europas größter Autobauer, schließt einen solchen Schritt nicht aus.

BMW-Chef Reithofer sagte, der Konzern plane nach dem Jobabbau im Vorjahr im Moment keine weiteren Einschnitte beim Personal. Durch natürliche Fluktuation – wie Jobwechsel oder Ruhestand – reduziere sich die Zahl der Beschäftigten pro Jahr um 1 000 bis 2 000 Leute. „Wir haben nicht vor, derzeit darüber hinauszugehen.“

Der Autobauer hatte 2008 die Streichung von 8 100 Stellen konzernweit angepeilt, letztlich fielen sogar gut 400 mehr weg. Betroffen waren vor allem Leiharbeiter, von denen rund 5 400 das Unternehmen verlassen mussten. Der Vorstandschef sagte, BMW habe noch immer „viel flexibles Personal“.

Reithofer äußerte sich zuversichtlich, dass die von der Bundesregierung beschlossene Umstellung der Kfz-Steuer auf den CO2-Ausstoß der Autobranche Impulse geben wird. „Das ist sehr wichtig für uns.“ Die Verschrottungsprämie helfe nicht den Premiumherstellern, sondern vor allem den Massenherstellern, die günstigere Autos anbieten.

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