Autobranche
Der Weg zum Elektroauto ist noch weit

Das Auto wird elektrisch. Die Autobauer setzen seit einigen Monaten massiv auf die Entwicklung neuer Antriebe und suchen sich Kooperationspartner für die Entwicklung von Batterien. Doch ist das Konzept wirklich alltagstauglich oder wird es eher zum Marketinggag? Experten haben eine klare Meinung.

HB STUTTGART. In den nächsten 20 Jahren werden nach Expertenmeinung weiterhin hauptsächlich Autos mit Verbrennungsmotoren auf den Straßen unterwegs sein. „Die fernere Zukunft ist aber sicherlich elektrisch“, sagte Bosch-Kraftfahrzeugtechnik-Chef Bernd Bohr am Dienstag in Stuttgart. „Die Schlüsselfrage für Elektroautos ist noch die Leistungsfähigkeit der Batterien.“ Sie müssten für eine Massenfertigung noch dreimal so effektiv wie heute werden. Zudem müssten die Batterien viel kleiner werden, sagte Bohr.

Auch der Leiter der Dieselmotoren-Entwicklung für Pkw bei Daimler, Joachim Schommers, bremste zu große Erwartungen an reine Elektroautos. „In den nächsten Jahren lösen wir auch die Forderungen an einen niedrigen Schadstoffausstoß erst einmal über Verbrennungsmotoren.

Es ist aber spannend, wie sich konventionelle und Elektromotoren ergänzen.“ Beim 9. Stuttgarter Symposium Automobil- und Motorentechnik liegt ein Themenschwerpunkt auf Hybrid- Antrieben für Autos, einer Kombination aus Verbrennungs- und Elektro- Motor. Rund 700 Experten diskutieren noch bis Mittwoch über Branchentrends.

Chancen für reine Elektroautos lägen vor allem in Städten, weil dort kürzere Strecken zurückgelegt würden, sagte Schommers. Er verwies auf derzeit laufende Versuche von Daimler in Berlin und London. Auch Bohr sagte, dass etwa in Chinas Mega-Städten großes Potenzial für Elektroautos liege. Dort hätten viele Menschen noch gar kein Auto und seien daher nicht an einen Diesel- oder Benzin-Antrieb gewöhnt.

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