Autobranche
Fiat-Gewinn fällt weniger als befürchtet

Bei den Quartalszahlen, die Fiat heute vorgelegt hat, muss man zweimal hinschauen: Der Gewinn sank zwar, aber nicht so stark wie erwartet. Dennoch reagiert die Börse mit Abschlägen. Doch das hat ganz andere Gründe.

HB MAILAND. Der italienische Autobauer Fiat hat trotz eines Gewinneinbruchs im dritten Quartal die Markterwartungen übertroffen. Der Handelsgewinn fiel auf 308 Mio. Euro von 802 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum, wie Fiat am Mittwoch mitteilte. Analysten waren im Schnitt von 249 Mio. Euro ausgegangen. Der Umsatz gab um knapp 16 Prozent auf zwölf Mrd. Euro nach. In der Autosparte mit Marken wie Lancia, Alfa Romeo und Fiat schrumpfte das Geschäft in den drei Monaten um drei Prozent.

Mehr als zwei Drittel des Gewinns entfiel auf die Personenwagensparte mit den Marken Fiat, Maserati und Ferrari. Daneben gehören der Lastwagenbauer Iveco sowie die Bau- und Landmaschinenmarken Case und New Holland und mehrere Komponenten-Hersteller zum Konzern. Unterm Strich schrieb der Konzern wieder schwarze Zahlen und erreichte einen Gewinn von 25 Millionen Euro.

Im Gesamtjahr rechnet der Autobauer weiterhin mit einem Handelsgewinn von mehr als einer Milliarde Euro und Schulden von fünf Mrd. Euro. Im dritten Quartal blieben die Nettoschulden konstant bei 5,8 Mrd. Euro. Fiat erklärte, es werde wegen der Beteiligung an dem US-Autohersteller Chrysler einige zurückliegende Investitionen mit Blick auf die Gesamtstrategie überprüfen. Daher könnten auf das Unternehmen Abschreibungen zukommen.

Der Schuldenstand im Industriegeschäft erhöhte sich gegenüber dem Ende des zweiten Quartals leicht auf 5,8 Milliarden Euro. Dennoch bekräftigte der Konzern sein Ziel, die Schulden im Gesamtjahr auf unter fünf Milliarden Euro drücken und einen Betriebsgewinn von über einer Milliarde Euro erzielen zu wollen.

Die Fiat-Aktie büßte im Nachmittagshandel um 3,3 Prozent ein. Ein Händler begründete das Minus mit den jüngsten Kursgewinnen des Papiers.

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