Autobranche
Ford füttert Kölner Werk mit Millionen

Die Ford-Mitarbeiter in Köln können aufatmen: Die Zukunft des Kölner Motorenwerks ist gesichert. Nach dem Auslaufen der V6-Motorenproduktion werde das Werk einen neuen sparsamen Motor für Kleinwagen bauen. Auch für die Kollegen in Saarlouis gibt es eine Lösung.

STUTTGART. Die deutschen Ford-Werke kommen bei den Produktionsanpassungen an die Autokrise vergleichsweise glimpflich davon. "Ein Personalabbau in der Bundesrepublik ist zurzeit kein Thema", sagte Ford-Deutschland-Chef Bernhard Mattes in Köln bei der Präsentation einer neuen mit dem Betriebsrat geschlossenen Vereinbarung zu Investitionsplan und Sparkurs.

Die mögliche Schließung des Kölner Motorenwerks ist vorerst abgewendet. Die Produktion wird nicht komplett in das neue rumänische Werk in Craiova verlagert, sondern zwischen beiden Standorten aufgeteilt. Köln wird nach Auslaufen der Fertigung des großen V6-Motors für den US-Markt künftig den neu entwickelten, verbrauchsarmen Vierzylinder-Benzinmotor des Konzerns herstellen. Es werde damit das erste Werk sein, das den neuen Motor produziere, für den Ford eine beträchtliche Nachfrage erwarte, sagte Mattes.

Das Motorenwerk soll daher mit einem dreistelligen Millionenbetrag modernisiert werden. Nach Angaben der nordrhein-westfälischen Landesregierung handelt es sich um 200 Mio. Euro. "Die Investition sichert Arbeitsplätze und hilft in der Krise", sagte gestern Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU). Mit der Produktion von jährlich rund 350 000 Exemplaren des neuen Motors sei die Zukunft des Motorenwerks und seiner 770 Arbeitsplätze weitgehend gesichert, hieß es. In Spitzenzeiten schickten die Kölner 680 000 Motoren jährlich in die USA, aktuell sind es nur noch 150 000.

Im zweiten Werk in Saarlouis werden zwar die auslaufenden Modelle Ford Kuga und Ford C-Max nicht ersetzt, aber der Standort bleibt Stammwerk für die komplette kommende Generation des Ford Focus. Bisher wurde der Focus-Viertürer auch im spanischen Valencia gefertigt. Damit sei die Beschäftigung der rund 6 500 Mitarbeiter in Saarlouis gesichert, sagte der Ford-Gesamtbetriebsratsvorsitzende Dieter Hinkelmann. Die derzeitige Schwäche der Nachfrage nach dem für Ford wichtigen Modell soll durch zusätzliche Kurzarbeit an 20 Tagen abgefangen werden.

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