Autobranche
Ford, VW und Opel sind die großen Profiteure

2009 ist ein großes Autojahr: Bis Ende September wurden schon genauso viele Einheiten verkauft wie im gesamten Jahr 2008. Im Hinblick auf die deutschen Hersteller sind Ford, VW und Opel die großen Profiteure. Allerdings sind ihre Zugewinne nur klein im Vergleich zu Konkurrenz aus dem Ausland.

HB FLENSBURG. Die staatliche Abwrackprämie hat in Deutschland vor allem Ford, VW und Opel geholfen. Mit Zuwächsen zwischen 32 und 39 Prozent bei den Neuzulassungen konnten die drei einheimischen Hersteller in den ersten neun Monaten dieses Jahres ihren Absatz überdurchschnittlich steigern, teilte das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) am Montag in Flensburg mit. Insgesamt nahmen die Neuzulassungen um 26 Prozent auf knapp drei Mio. Autos zu. Mercedes (minus 17 Prozent), Porsche (minus zehn Prozent) und BMW/Mini (minus neun Prozent) erlitten dennoch Absatzverluste in Deutschland. Auch Audi lag mit 4,3 Prozent im Minus.

Noch stärker als die deutschen Autokonzerne profitierten einige ausländische Hersteller von dem Staatsgeschenk. Am eindrucksvollsten sieht die Absatzsteigerung der Marke Lada mit 140 Prozent aus, doch nur 4000 Autokäufer entschieden sich für ein Auto aus Russland. Aber auch größere Hersteller wie Hyundai (plus 118 Prozent), Fiat (plus 97 Prozent) und Suzuki (plus 62 Prozent) konnten sich große Stücke aus dem Kuchen sichern. Größter ausländischer Anbieter auf dem deutschen Markt ist Renault/Dacia mit einer Steigerung von 52 Prozent und einem Marktanteil von 5,8 Prozent; das bedeutet fast die gleiche Anzahl Autos wie Audi.

Bis Ende September sind in Deutschland schon fast genauso viele Autos neu zugelassen worden wie im Gesamtjahr 2008. Wie das Kraftfahrt-Bundesamt am Montag in Flensburg mitteilte, stieg vor allem dank der Abwrackprämie die Zahl der Neuzulassungen von Januar bis September um 26,1 Prozent auf 2,99 Millionen. Im ganzen Jahr 2008 waren es 3,09 Mio. Pkw.

Im September wurden nach den amtlichen Angaben 316 166 Autos neu zugelassen, 21 Prozent mehr als im September 2008. Kleine Fahrzeuge fanden besonders großen Zuspruch. Einige Hersteller konnten ihren Absatz im bisherigen Jahresverlauf gar verdoppeln. Die höchsten Zuwachsraten verbuchten von Januar bis September Lada (plus 140 Prozent), Hyundai (plus 118 Prozent) und Fiat (plus 97 Prozent).

Die Zulassungszahlen des Nutzfahrzeugmarktes gingen im Jahresverlauf deutlich zurück, wie das Kraftfahrt-Bundesamt weiter berichtete. Lkw liegen nach neun Monaten 27,6 Prozent unter Vorjahresniveau. Bei den Zugmaschinen beläuft sich das Minus auf 26,8 Prozent und bei Omnibussen auf 7,7 Prozent.

Die deutsche Autoindustrie erwartet bis zum Jahresende dank der Nachwirkungen der Anfang September ausgelaufenen Abwrackprämie einen Anstieg der Zulassungszahlen auf gut 3,5 Mio. Pkw. Nach Angaben des Branchenverbandes VDA lag der Auftragsbestand im September noch bei 471 200 Fahrzeugen.

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