Autobranche
Fusion mit Porsche kann für VW teuer werden

Bei den Verhandlungen zwischen Porsche und VW geht es fraglos um Macht und Eitelkeiten, aber auch um ganz praktische Dinge: So hat Volkswagen nun klargestellt, dass der Erhalt des Ratings am allerwichtigsten sei. Denn das könnte bei einer Fusion in Gefahr geraten.

HB FRANKFURT. Für den Automobilhersteller Volkswagen könnten beim geplanten Zusammenschluss mit dem Sportwagenbauer Porsche künftig die Kredite teurer werden. Nach der Ratingagentur Fitch überprüfen nun auch die Kollegen von Moody's die Bonität der Wolfsburger auf eine mögliche Abstufung. Beide Agenturen verweisen dabei auf die hohe Verschuldung von Porsche. Auf den Stuttgartern lastet wegen der Aufstockung der VW-Beteiligung auf knapp 51 Prozent im Januar eine Nettoverschuldung von neun Mrd. Euro.

Volkswagen versicherte indes am Freitag per Mitteilung, der Erhalt der Ratings habe bei den Verhandlungen höchste Priorität. Die Porsche-Eignerfamilien hatten sich am Mittwochabend für die Schaffung eines integrierten Autokonzerns aus Porsche und VW ausgesprochen. Ein Konzept dazu soll innerhalb von vier Wochen unter Einbeziehung des zweiten Großaktionärs, des Landes Niedersachsen, sowie der Arbeitnehmervertreter erarbeitet werden.

Viel komme dabei auf die künftige Struktur des Unternehmens an, schreibt die Ratingagentur Moody's. Nach Einschätzung von Fitch könnte eine Kapitalerhöhung die Gefahr einer Ratingabstufung mildern.

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