Autobranche
Gewinnwarnung bei Peugeot

Beim französischen VW-Konkurrenten PSA Peugeot Citroen läuft alles andere als rund. Im Gegenteil: PSA hat seine Gewinnprognose kassiert. Jetzt steht ein massiver Stellenabbau an. Und das ist noch nicht alles.
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ParisEin zunehmender Preisdruck in Europa veranlasst den französischen VW-Rivalen PSA Peugeot Citroen zu einer Gewinnwarnung. Als Reaktion darauf sollen zahlreiche Stellen gestrichen werden. Das Marktumfeld in Europa sei nochmals schwieriger geworden, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Der Preisdruck habe sich seit September erneut verschärft. Daher werde nun im Bereich Automotive nur noch ein operatives Ergebnis an der Gewinnschwelle erwartet. Die bisherige Prognose eines „deutlichen“ Gewinns wurde kassiert. Schon nach dem ersten Halbjahr hatte PSA diese Prognose um 300 Millionen Euro zurückgenommen.

Geplant sei nun ein Stellenabbau von zehn Prozent, erklärte Peugeot, ohne absolute Zahlen dazu zu nennen. Betroffen von den Streichungen seien vor allem Subunternehmer und Zeitarbeiter, hieß es lediglich. Der Konzern beschäftigt rund 186.000 Mitarbeiter. PSA-Aktien verloren im frühen Handel knapp sechs Prozent, später reduzierte sich der Abschlag auf zwei Prozent.

Für die Monate Juli bis September nannte PSA im Automobilgeschäft einen Umsatzrückgang von 1,6 Prozent auf 9,31 Milliarden Euro. Im dritten Quartal legte der Umsatz der Gruppe im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,5 Prozent auf 13,45 Milliarden Euro zu. Dabei kam das Wachstum allein von den kleineren Konzerntöchtern, dem Autozulieferer Faurecia, dem Logistiker Gefco und dem Finanzdienstleistungsgeschäft.

Das Autogeschäft war dagegen um 1,6 Prozent rückläufig. Die Autosparte verkaufte weltweit 788.000 Fahrzeuge, 2,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Rückgang war allein auf das schwache Europageschäft zurückzuführen.

Im September hatten alle PSA-Werke in Europa unter Problemen bei der Versorgung mit Schrauben zu leiden. Dadurch entstand ein Produktionsausfall von 45.000 Fahrzeugen. Dies habe sich „sehr deutlich“ auf den Fahrzeug-Absatz bei den Marken Peugeot und Citroen ausgewirkt, erklärte PSA.

Bei der angestrebten Internationalisierung kam PSA den Angaben zufolge weiter voran. So entfielen im abgelaufenen Quartal 41 Prozent der Verkäufe auf Länder außerhalb Europas - hier werden künftig weitere Zuwächse erwartet.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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