Autobranche
Grüner Krieg der Japan-Hybride

Das ewige Duell der beiden japanischen Autohersteller Toyota und Honda geht in die nächste Runde - und die wird jetzt mit grünen Mitteln ausgetragen. Beide Konzerne wollen mit Hybrid-Autos punkten. Nachdem Honda mit dem Insight vorgelegt hat, zieht jetzt Toyota mit dem neuen Prius nach. Aber das Timing ist für beide denkbar schlecht.

HB DÜSSELDORF. Es war eine bittere, fast schon historische Niederlage für Toyota. Erstmals in der japanischen Autogeschichte belegte im April ein Hybrid-Auto den ersten Platz in der Zulassungsstatistik. Und das stammt nicht aus dem Hause Toyota, sondern ausgerechnet vom Erzrivalen Honda.

Fast 19 500 Autos von seinem neuen Hybrid-Auto Insight konnte Honda in Japan an den Mann bringen. Ursprünglich hatte das Unternehmen mit 5000 verkauften Fahrzeugen im Monat gerechnet. In den USA wurden im ersten Monat 2096 Insights abgesetzt, übers Jahr hinweg sollen es 90 000 werden. Ein Erfolg in schwierigen Zeiten für die Honda-Leute - und von dem möchte Toyota nun eine große Scheibe abhaben.

Und so geht der ewige Wettstreit Honda gegen Toyota in die nächste Runde. Und dieses Mal lautet das Duell: Insight gegen Prius. Mit einer großen Werbekampagne schickt der größte Autohersteller der Welt die Neuauflage des meistverkauften Hybrid-Autos der Welt ins Rennen. Und Toyotas Erwartungen sind hoch. Allein auf dem heimischen Markt will Toyota 10 000 Fahrzeuge im Monat absetzen, weltweit sollen es gar bis zu 400 000 sein.

Bis heute konnte Toyota von den zwei Vorgängerversionen 1,25 Millionen Exemplare verkaufen. Und die Chancen stehen nicht schlecht, dass Prius Nummer drei diesen Erfolg wiederholen könnte. Immerhin hat Toyota bis jetzt bereits rund 80 000 Vorbestellungen in der Tasche, wie der zukünftige Toyota-Präsident Akio Toyoda in Tokio sagte.

Wobei: Einen Wermutstropfen gibt es bereits. Und den verdankt Toyota wieder Honda. Denn dessen Hybrid-Auto Insight ging nicht nur vor dem neuen Prius an den Start, sondern konnte zu Beginn auch mit einem deutlich niedrigeren Preis aufwarten, der etwa in den USA bei 20 470 Dollar liegt. Gerade in wirtschaftlich schlechten Zeiten ein echtes Kaufargument. Ende vom Lied: Toyota musste den Preis des Prius auf 21 750 Dollar reduzieren. "Wir haben den Preis abgesenkt, um eine breitere Kundenbasis zu bekommen", sagt Toyoda. Jetzt wird das neue Modell 3000 Dollar weniger als der Vorgänger kosten.

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