Autobranche
Händler bieten Einstieg bei Opel an

Im Ringen um die Zukunft hat Opel einen ersten Fortschritt verbucht. Ein Einstieg der europäischen Händler des Autobauers und dessen Schwestermarke Vauxhall im Rahmen eines Rettungsplanes nimmt konkrete Formen an. „Wir könnten uns einen Anteil von 10 bis 20 Prozent vorstellen“, sagte der Vize-Präsident der Händlerorganisation Euroda, Albert Still.

FRANKFURT. Eine endgültige Entscheidung soll im Mai fallen. Die Mitglieder hätten sich bei einem Treffen in Berlin aber grundsätzlich geeinigt, 150 Euro pro verkauften Neuwagen in einen Rettungsfonds zu zahlen, aus dem eine Beteiligung an Opel finanziert werden soll. So könnten 400 Mio. Euro oder mehr zusammenkommen. Das Management des Mutterkonzerns General Motors (GM) nahm den Vorstoß dankbar auf. „Wir begrüßen die Initiative der Opel-Händler, sich an Opel beteiligen zu wollen“, sagte GM-Europa-Vizechef Alain Visser.

Opel kann damit in der anhaltenden Diskussion um Staatshilfen erstmals einen konkreten Investor für seine angestrebte neue europäische Gesellschaft nennen, an der GM nur noch eine Minderheit halten soll. Bisher hatten lediglich die Mitarbeiter ihre Bereitschaft signalisiert, mögliche Ansprüche der Belegschaften in eine Beteiligung umzuwandeln.

Doch die Pläne haben einen entscheidenden Haken: Mitarbeiter und Händler haben nicht die Kapitalkraft, um die nötige Eigenkapitaleinlage allein zu schultern. „Wir Händler allein können Opel nicht retten, aber wir wollen ein deutliches Zeichen setzen“, sagte Still. Ein weiterer Investor ist deshalb nötig – und der ist bisher nirgends in Sicht. Erste Finanzinvestoren, die gestern vom Opel-Management noch als Interessenten ins Spiel gebracht wurden, winkten bereits ab.

Die Automobilbranche sei derzeit generell kein attraktives Geschäft für Finanzinvestoren, wie ein hochrangiger Finanzmanager sagte. „Einige haben sich Opel schon angeschaut“, sagte ein Investmentbanker. Jeder Private-Equity-Spieler habe „Nein, danke“ gesagt, auch ein chinesischer Investor habe sich abgewendet.

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