Autobranche
Hawtai steigt doch nicht bei Saab ein

Was für ein Schock für Saab und dessen Mitarbeiter: Der Einstieg des chinesischen Auto-Herstellers bei der angeschlagenen schwedischen Kultmarke ist geplatzt
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StockholmHawtai wird sich nicht an dem schwer angeschlagenen schwedischen Automobil-Hersteller Saab beteiligen. Das gab der Saab-Eigner, die niederländische Spyker Cars, am Morgen bekannt.

Das erst vor gut Woche unterzeichnete Abkommen zwischen Hawtai und Saab hätte den Schweden eine dringend benötigte Finanzspritze von 150 Millionen Euro gegeben. Nach Angaben von Spyker-Chef Victor Muller hätten nicht alle Hawtai-Eigner dem Einstieg bei Saab zugestimmt. Ie Spyker-Aktie gab an der Börse in Amsterdam um acht Prozent nach.

Muller will nun nach eigenen Angaben versuchen, ein Kooperationsabkommen mit Hawtai oder einem anderen chinesischen Auto-Hersteller zu treffen. Gleichzeitig verhandelt er weiterhin mit der Europäischen Investitionsbank (EIB) um einen kurzfristigen Kredit. Als Sichereit bietet Saab den Verkauf einiger firmeneigener Immobilien an. Die Produktion bei Saab steht seit mehr als einem Monat still, da mehrere Zulieferer wichtige Bauteile als Pfand für unbezahlte Rechnungen einbehalten haben.

Das Anfang 2010 von dem Mutterkonzern General Motors an den niederländischen Sportwagenhersteller Spyker verkaufte Saab kämpft seit Beginn an mit Liquiditätsproblemen.

Helmut Steuer berichtet für das Handelsblatt aus Skandinavien. Regelmäßig ist er auch in der Ukraine unterwegs.
Helmut Steuer
Handelsblatt / Korrespondent

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