Autobranche
Hummer geht nach China

Nur wenigen Stunden schafft General Motors Fakten bei der Frage, wie es nach der Insolvenz weitergehen soll: Die seit langem zum Verkauf stehende Marke Hummer ist man endlich los. Die Marke mit den schweren Geländewagen soll laut Medienberichten nach China gehen. Und außerdem gab GM bekannt, wo man in Zukunft wachsen will.

HB DETROIT. Der insolvente US-Autobauer General Motors (GM) will seine Geländewagenmarke Hummer laut Medien an einen chinesischen Spezialmaschinen-Hersteller verkaufen. Bei dem von General Motors bisher nicht namentlich genannten Käufer handle es sich um die Gesellschaft Sichuan Tengzhong Heavy Industrial Machinery Co., berichtete unter anderem die US-Wirtschaftsagentur Bloomberg am Dienstag.

GM hatte zuvor eine vorläufige Einigung über den seit langem geplanten Verkauf bekanntgegeben, der bis zum Ende des dritten Quartals abgeschlossen werden soll. Auch zum Preis macht GM bisher keine Angaben und verwies dabei auf eine entsprechende Bedingung des Käufers. Der "New York Times" zufolge müsse Tengzhong erst die Zustimmung der chinesischen Behörden abwarten.

Als letzte Überlebenschance hatte GM zu Wochenbeginn die Insolvenz beantragt. In dem Gläubigerschutz-Verfahren soll der Konzern weitgehend verstaatlicht und gesundgeschrumpft werden. GM will sich von einer Reihe von Marken trennen. In Deutschland ziehen sich die Amerikaner bei der bisherigen Tochter Opel auf einen Anteil von 35 Prozent zurück, die Mehrheit soll an den österreichisch-kanadischen Zulieferer Magna und dessen russische Partner gehen.

In Zukunft will der US-Autoriese verstärkt auf den asiatischen Markt setzen. Während in den USA zahlreiche Werke geschlossen würden, müsse in China innerhalb der kommenden fünf Jahren voraussichtlich ein neues Werk gebaut werden, sagte der Chef von GM China, Kevin Wale, am Dienstag. Nur so könne das Ziel erreicht werden, auf dem weltweit größten Automarkt zwei Mio. Fahrzeuge zu verkaufen.

Allein im Mai habe GM seinen Absatz in China um 75 Prozent gesteigert, fügte Wale hinzu. Wenn sich dieses "phänomenale Wachstum" in diesem Monat fortsetze, müsse GM sein Ziel, seinen Absatz im Gesamtjahr um bis zu zehn Prozent zu steigern, heraufsetzen. Im Mai hatte GM in China 156 000 Autos verkauft.

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