Autobranche
Japaner kaufen immer weniger Autos

Die Japaner kaufen immer weniger Autos. Im kommenden Jahr dürfte der gesamte Absatz von Neufahrzeugen erstmals seit 31 Jahren unter die Marke von fünf Millionen fallen, wie der Verband der Autohersteller am Donnerstag in Tokio mitteilte. Allein der Absatz von neuen Pkw werde dabei um 6,9 Prozent auf rund drei Millionen Autos sinken.

HB TOKIO. "Der Ausblick für nächstes Jahr ist düster", sagte Verbandschef Satoshi Aoki. Einschließlich Kleinwagen, Lkw und Bussen dürfte der Absatz um 4,9 Prozent auf 4,8 Mio. sinken und damit im nunmehr fünften Jahr in Folge. Hintergrund ist aber nicht nur die Rezession.

Ein weiterer Grund ist laut Branchenexperten, dass das Auto vor allem für jüngere Japaner seinen einstigen Reiz als Statussymbol verloren hat. Vor allem in Großstädten wie Tokio ist das eigene Auto für viele überflüssig geworden. Hinzu kommen finanzielle Belastungen durch Steuern sowie Parkplatz- und Autobahngebühren. Umso mehr sind die Autokonzerne auf das Auslandsgeschäft angewiesen, doch das leidet selbst unter der heftigen Krise, von der die Autoindustrie am stärksten betroffen ist. Selbst Branchenprimus Toyota muss auf die Kostenbremse treten. Die Nummer zwei Honda musste gerade zum dritten Mal die Ertragsprognose senken. Und auch Nissan kürzt die Produktion weiter.

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