Autobranche
Magna legt GM neues Angebot für Opel vor

Magna hat im Kampf um Opel ein wichtiges Zwischenziel erreicht: Der Autozulieferer handelte mit GM nach Handelsblatt-Informationen einen unterschriftsreifen Vertrag über Opel aus. Damit wäre die Grundlage für eine Entscheidung des GM-Direktoriums geschaffen.

BERLIN/FRANKFURT. Im Poker um Opel hat der austro-kanadische Zulieferer Magna seine Offerte an den Opel-Mutterkonzern General Motors nachgebessert. Nach Angaben von Magna-Co-Chef Siegfried Wolf einigte sich der Konzern mit GM auf einen unterschriftsreifen Vertrag. Magna, der russische Partner Sberbank und GM seien auf Managementebene in allen Punkten übereingekommen. GM widersprach der Darstellung und bestätigte nur, es habe neue Vertragsentwürfe von Magna und Sberbank erhalten, die der Konzern in den nächsten Tagen prüfen werde. GM-Verhandlungsführer John Smith sieht nach Informationen des Handelsblatts noch keine Einigung mit Magna.

Vertreter der Politik hatten ursprünglich bereits vergangenen Freitag mit einem Abschluss der Gespräche zwischen dem von Bund und Ländern favorisierten Lieferanten und GM gerechnet. Die Verhandlungen hatten sich jedoch schwieriger als gedacht gestaltet. Dagegen sind sich GM und der zweite Opel-Interessent RHJ International bereits weitgehend einig.

Nach Informationen aus Regierungskreisen hat das US-Finanzministerium nun Druck auf GM ausgeübt, sich mit Magna zu einigen. Die US-Regierung ist seit der Rückkehr von GM aus der Insolvenz Mehrheitsaktionär. Opel dürfte heute auch Thema bei dem Treffen zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem russischen Präsidenten Dmitri Medwedjew in dessen Sommerresidenz sein.

Mit der Vorlage von unterschriftsreifen Verträgen zwischen GM und den beiden Bietern wäre die Grundlage geschaffen, auf der das GM-Direktorium eine Empfehlung für einen der beiden Interessenten abgeben kann. Der US-Konzern betonte gestern, dass er von der Regierung Informationen über mögliche Staatshilfen für Opel im Falle einer Übernahme durch Magna angefordert habe. „Wenn diese Informationen erhältlich sind, werden die Optionen für Opel mit dem GM-Board of Directors diskutiert“, sagte eine GM-Sprecherin.

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