Autobranche
Mazda und Mitsubishi machen weiter Miese

Der japanischen Autobranche geht es weiter ein gutes Stück schlechter als den meisten deutschen Herstellern. Exemplarisch kann man dafür heute die Quartalszahlen von Mazda und Mitsubishi mit denen von Volkswagen vergleicht. Denn die Japaner stecken weiter im roten Bereich fest.

HB TOKIO. Anders als die heimische Konkurrenz kommen die japanischen Autobauer Mazda und Mitsubishi nicht aus den roten Zahlen heraus. Die beiden Kleinwagen-Hersteller verbuchten das dritte Quartal in Folge Verluste. Sie bekräftigten am Donnerstag aber ihre Jahresprognosen. Ein hartes Sparprogramm soll den schwachen Absatz auffangen. Honda und Nissan hatten dank Kostensenkungen überraschend Gewinn geschrieben.

Mazda erlitt im ersten Quartal von April bis Juni im operativen Geschäft einen Verlust von 28 Mrd. Yen (210 Mio. Euro) nach einem Gewinn von 28,3 Mrd. Yen im Vorjahr. Experten hatten im Schnitt allerdings ein noch größeres Loch von knapp 37 Mrd. Yen erwartet. Der Netto-Verlust summierte sich auf 21,5 Mrd. Yen. Der Umsatz ging 45 Prozent auf 428 Mrd. Yen zurück (rund 3,2 Mrd. Euro). Ford hält 13 Prozent an dem Hersteller.

Mitsubishi schloss sein erstes Quartal auf Betriebsbasis mit einem Verlust von 29,6 Mrd. Yen (221 Mio. Euro) ab, nach einem Plus von 9,86 Mrd. Yen im Vorjahr. Das Minus fiel knapp vier Mrd. Yen größer aus als von Experten erwartet. Unterm Strich fehlten dem Konzern 26,4 Mrd. Yen. Der Umsatz schrumpfte um 58 Prozent auf 259 Mrd. Yen (rund 1,9 Mrd. Euro). Mitsubishi hat lange auf Russland und Ukraine gesetzt, musste diese Strategie aber nach dem Kollaps dieser Märkte Ende vergangenen Jahres aufgeben. Der ehemalige Branchenfünfte ist unter den acht großen japanischen Autoherstellern binnen zwei Jahren auf den vorletzten Rang abgerutscht.

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