Autobranche
McKinsey: Kein Jobabbau in der Autoindustrie

Das ist endlich mal eine gute Nachricht für die Mitarbeiter in der Autobranche: Die Unternehmensberatung McKinsey geht davon aus, dass es langfristig keine erheblichen Stellenstreichungen geben wird. Für die kommenden Wochen und Monate sieht es allerdings schwieriger aus.

HB DÜSSELDORF. McKinsey erwartet auf lange Sicht keinen massiven Beschäftigungsabbau in der deutschen Autoindustrie. „Wir rechnen damit, dass die Zahl der Arbeitsplätze auf gleichem Niveau bleibt, weil die weltweite Nachfrage wächst und die deutschen Autohersteller mit einer hervorragenden technologischen Substanz in die Zukunft blicken können“, sagte Christian Malorny, Direktor im Berliner Büro von McKinsey, im Gespräch mit der „Automobilwoche“.

Kurzfristig seien aber Kapazitätsanpassungen und damit verbundene Stellenstreichungen je nach Situation des Herstellers nicht auszuschließen, so der Experte weiter. Die Industrie müsse sich darauf einstellen, dass erst Ende 2010 wieder Licht am Ende des Tunnels zu sehen sei.

Eine andere Studie stellt den Autozulieferern schwierige Zeiten in Aussicht: Trotz kurzfristiger Impulse durch die Abwrackprämie droht der deutschen Automobilzulieferindustrie wegen der weltweiten Absatzflaute ein Gewinneinbruch von bis zu sechs Mrd. Euro in diesem Jahr. Die Verluste dürften entstehen, weil die Umsätze weltweit um mehr als 40 Prozent sinken und die Unternehmen ihre Kosten nicht schnell genug senken können, zitiert „Die Welt“ eine Studie der Managementberatung AT Kearney.

Dadurch blieben die Zulieferer auf ihren kurzfristig nicht zu flexiblen Kosten sitzen. „Wenn es den Unternehmen nicht gelingt, kurzfristig ihre Ertrags- und Refinanzierungslage zu stabilisieren, könnte dies eine Vielzahl von Insolvenzen und den Abbau von über 50 000 Arbeitsplätzen in der deutschen Zulieferindustrie zur Folge haben“, hieß es in der Studie.

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