Autobranche
Neuer Dämpfer für Opel

Die Hoffnungen des Rüsselsheimer Autobauers Opel auf einen neuen Investor haben erneut einen herben Dämpfer erhalten. Die Suche nach Investoren verläuft schwierig. Nun gab es erneut Absagen von vermeintlich aussichtsreichen Kandidaten. Die Gerüchteküche brodelt dennoch weiter.

FRANKFURT. Sowohl das Emirat Abu Dhabi als auch der Finanzinvestor Cerberus, die beide als potenzielle Investoren gehandelt wurden, haben sich aus dem Kreis der möglichen Interessenten für einen Einstieg bei der deutschen Tochter des krisengeschüttelten US-Autokonzerns General Motors so gut wie verabschiedet.

Er habe keine Informationen darüber, dass sein Land bei Opel investieren wolle, sagte Abu Dhabis Staatssekretär Mohammed Omar Abdullah vom Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung auf der Hannover Messe. Auch der US-Finanzinvestor Cerberus hat Finanzkreisen zufolge kein Interesse an einem Einstieg bei Opel. Cerberus und Abu Dhabi waren in Berliner Regierungskreisen als mögliche Investoren ins Spiel gebracht worden.

Die laufende Investorensuche für Opel gestaltet sich damit offensichtlich schwieriger als zuletzt gedacht. GM-Boss Fritz Henderson hatte am vergangenen Freitag erstmals davon gesprochen, dass der US-Konzern mit mehr als sechs Interessenten spreche, denen derzeit die Bücher geöffnet würden, und damit neue Hoffnung auf eine baldige Lösung für den Rüsselsheimer Autobauer geschürt. Mit Abu Dhabi und Cerberus haben sich nun jedoch gleich zwei mögliche Kandidaten selbst aus dem Rennen genommen.

In Finanzkreisen heißt es, dass vier Finanzinvestoren und zwei strategische Bieter Interesse an Opel gezeigt haben. Investmentbanker zeigen sich jedoch weiter skeptisch, ob eine namhafte Adresse als Investor für Opel gefunden werden könnte. Opel-Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz sieht dagegen deutliche Fortschritte bei der Investorensuche und zeigte sich überzeugt, dass einen finanzstarken Partner finden werde.

Um möglichen Bietern einen Einstieg bei Opel schmackhaft zu machen, fordert die kriselnde Mutter GM Kreisen zufolge keinen Kaufpreis, sondern eine Einlage von mindestens 500 Mio. Euro in das neue Unternehmen. Der Rest der 3,3 Mrd. Euro, die Opel brauche, sollten Banken mit Hilfe einer Bundesbürgschaft sowie Opel-Händler und Arbeitnehmer beisteuern, sagte eine mit der Situation vertraute Person.

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