Autobranche
Oettinger erwägt Kauf von Daimler-Aktien

Daimler gilt seit Längerem als Übernahmekandidat, aber die Krise der Autobauer und der deutlich gesunkene Kurs der Daimler-Aktie erhöhen das Risiko zusätzlich. Nun hat Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) verlauten lassen, dass er eine indirekte Beteiligung des Landes an Daimler nicht ausschließt.

HB STUTTGART. Auf die Frage, ob er das Risiko einer Übernahme des Autokonzerns sehe, sagte Oettinger am Dienstag in Stuttgart: "Ich gehe davon aus, dass der Vorstand mit dem Ankauf eigener Aktien und mit einer im nächsten Jahr eintretenden Erholung des Börsenwertes diese Gefahren vermeiden wird."

Auf die Frage, ob er eine direkte oder indirekte Beteiligung des Landes ausschließe, antwortete der Regierungschef: "Nein. Betonung auf indirekt." Zum möglichen Kauf anderer Autoaktien fügte er hinzu: "Bei Toyota schließe ich es aus."

Oettinger war in den vergangenen Monaten massiv gegen das Volkswagen-Gesetz zu Felde gezogen, das dem Land Niedersachsen bei VW eine Sperrminorität von 20 Prozent sichert. Er hatte sich damit auch hinter den Stuttgarter Autobauer Porsche gestellt, der sich bei der Übernahme des Wolfsburger Autobauers eingeengt sieht

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Einen Antrag auf Streichung des von der EU-Kommission kritisierten Gesetzes hatte Oettinger allerdings Mitte September im Bundesrat überraschend zurückgezogen. Die Bundesregierung hält am VW-Gesetz trotz massiven Drucks aus Brüssel fest.

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