Autobranche
Opel blitzt auch bei Hyundai ab

Wer will Opel? Während nach Angaben aus Regierungskreisen in Berlin angeblich erste Gespräche mit Investoren geführt werden, springen ganz offiziell immer mehr Kandidaten ab: Auch vom koreanischen Hersteller Hyundai kann der um Staatshilfe ringende Autobauer keine Rettung erwarten. Unterdessen hat Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) seine Gespräche in den USA aufgenommen.

HB DÜSSELDORF. "Berichte über ein Interesse unseres Unternehmens an Opel sind ohne Grundlage und reine Spekulation", sagte Hyundai-Motor-Sprecher Oles Gadacz dem Handelsblatt. Hyundai sei derzeit vollauf mit seinen Expansionsplänen in den Schwellenländern beschäftigt. Außerdem habe der größte koreanische Autobauer in seiner Geschichte noch nie eine Akquisition vorgenommen.

Nach Angaben aus Regierungskreisen werden in Berlin allerdings bereits erste Gespräche mit Investoren für die deutsche Tochter des kriselnden US-Autokonzerns General Motors (GM) geführt. Die Interessenten würden aus den unterschiedlichsten Ecken kommen und sich darunter "manche seriöse" und auch weniger ernsthafte Kandidaten befinden.

Opel muss damit einen der letzten aussichtsreichen Namen von der Liste der potenziellen industriellen Investoren von seiner Liste streichen. Hyundai war zuvor von Experten wie dem Analysten Jürgen Pieper vom Bankhaus Metzler als die beste Lösung für Opel bezeichnet worden.

Auch Auto-Analyst David Arnold von Credit Suisse sieht Chinesen oder Koreaner als wahrscheinlichste Lösung - doch der größte koreanische Autobauer hat sich nun selbst aus dem Reigen der Kandidaten verabschiedet. Neben den Koreanern hatten nach einer jüngst erfolgten Handelsblatt-Umfrage bereits BMW, Daimler, VW, der französische Autobauer Peugeot-Citroen, der indische Hersteller Tata sowie die chinesischen Autobauer Geely und Chery abgewinkt.

Viele Investoren würden derzeit dadurch abgeschreckt, dass der ums Überleben kämpfende Opel-Mutterkonzern noch kein tragfähiges Unternehmenskonzept vorgelegt habe, heißt es in Regierungskreisen. Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg befindet sich derzeit auf einer US-Reise, um mit Vertretern der US-Regierung und des GM-Managements über die Zukunft von Opel zu verhandeln.

Unterdessen hat Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) seine Gespräche in den USA aufgenommen, bei denen es um die Zukunft des angeschlagenen Autobauers Opel geht. Zunächst stehen in New York Treffen mit den Chefs der Großbanken Morgan Stanley, JP Morgan und Goldman Sachs auf dem Programm.

Am Abend will Guttenberg nach Washington weiterreisen, um mit GM-Chef Rick Wagoner und dessen Vize Frederick (Fritz) Henderson zusammentreffen, um weitere Informationen über die künftige Ausrichtung des Konzerns zu bekommen. Am Dienstag wird er mit US-Finanzminister Timothy Geithner sprechen. Viele Entscheidungen bei GM hängen von der amerikanischen Regierung ab, nachdem diese bereits etliche Milliarden Dollar in das Unternehmen gepumpt hat.

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