Autobranche
Piëch soll gegen Aktienrecht verstoßen haben

Der Porsche-Betriebsratsvorsitzende Uwe Hück sieht in den Aussagen von Volkswagen-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch zur Fusion des Sportwagenherstellers mit VW mögliche Verstöße gegen das Aktienrecht. Er lasse von Juristen prüfen, ob Piëch die Aufsichtsräten auferlegten Treue-, Sorgfalts- und Verschwiegenheitspflichten verletzt habe.

HB STUTTGART. Piëch hatte bei der Vorstellung des neuen VW Polo in Sardinien von Schwierigkeiten der Stuttgarter gesprochen, Geld aufzutreiben. VW könne dagegen leichter Kredite bekommen. Daher sei auch eine Übernahme und anschließende Integration von Porsche bei VW denkbar. Zudem hatte er signalisiert, der Sitz des neuen Unternehmens solle Wolfsburg sein. Piëch sitzt in den Aufsichtsräten der Porsche Automobilholding SE und der Dr. Ing. h.c. F. Porsche

Hück sagte, Porsche befinde sich nicht in einer Schieflage. Schulden von neun Mrd. Euro stehe ein Vermögen von 40 Mrd. Euro gegenüber. "Das Unternehmen erwirtschaftet Gewinne. Es stimmt nicht, dass es uns schlecht geht", fügte er hinzu. Es gebe auch keine Fusionsgespräche, sondern nur Sondierungen zu dem Thema.

Porsche hat unterdessen die in einem Medienbericht erhobenen Vorwürfe der Marktmanipulation zurückgewiesen. Die "WirtschaftsWoche" hatte am Dienstag berichtet, Porsche-Vertreter hätten schon Mitte Februar 2008 gegenüber der niedersächsischen Landesregierung die Absicht geäußert, Volkswagen beherrschen zu wollen.

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