Autobranche
Porsche löst erste Optionen auf VW-Aktien auf

Porsche hat wie angekündigt erste Optionen auf Volkswagen-Aktien aufgelöst. Der Umfang sei „gering“, sagte ein Porsche-Sprecher in Stuttgart. Außerdem hat der Sportwagenbauer von sich gewiesen, an den Turbulenzen um den VW-Kurs Schuld zu sein.

HB DÜSSELDORF/STUTTGART. Der Sportwagenhersteller hatte am Morgen angekündigt, je nach Marktlage Kurssicherungsgeschäfte in Höhe von bis zu fünf Prozent der VW-Stammaktien auflösen zu wollen. Porsche wolle damit weitere Marktturbulenzen vermeiden. Die VW-Aktie war an den vergangenen beiden Tagen in astronomische Höhen gestiegen, nachdem Börsen-Spekulanten von einer Aufstockung der Anteile und Optionen von Porsche kalt erwischt worden waren.

„Wir sind daran interessiert, möglichst wenig aufzulösen“, sagte der Sprecher. Schließlich halte der Sportwagenbauer unverändert an seinem Ziel fest, 2009 seinen Anteil an Europas größtem Autobauer auf 75 Prozent zu erhöhen.

„Wir verkaufen keine Stammaktien, nur Optionen“, sagte der Sprecher. Die Stuttgarter hatten am Wochenende bekanntgeben, ihren Anteil an VW auf 42,6 Prozent erhöht zu haben und zusätzlich 31,5 Prozent in Form von Optionen zur Kurssicherung zu halten. Der Schritt, Teile davon wieder aufzulösen, erhöht den Streubesitz der Wolfsburger wieder etwas. Die Kurskapriolen der vergangenen Tage waren auf eine zu geringe Anzahl verfügbarer Aktien zurückgeführt worden.

„Wir wollen erreichen, dass sich die Kursentwicklung von Volkswagen wieder normalen Größen annähert“, sagte der Porsche-Sprecher. Dem Unternehmen gehe es nicht darum, mit der Auflösung Geld zu machen. Der Sprecher räumte aber ein, dass man natürlich Geld dafür bekomme, wenn man Optionen verkaufe. Eine solche Aktion solle vermutlich nicht wiederholt werden. „Das ist eine einmalige Maßnahme.“

Porsche hatte am Mittwochmorgen mitgeteilt, je nach Marktlage Kurssicherungsgeschäfte in Höhe von bis zu fünf Prozent der VW-Stammaktien aufzulösen. Dieser Schritt erhöht den Streubesitz der Wolfsburger wieder. Nach gewaltigen Kurssprüngen bis auf mehr als 1000 Euro war VW am Dienstag zeitweise das teuerste Unternehmen der Welt.

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