Autobranche
Preiswert, robust, einfach

Einst träumten Automanager vom Weltauto, das auf allen Kontinenten mit gleicher Ausstattung in hoher Stückzahl verkauft wird. Doch diese Idee ist ausgeträumt. Die Autobranche zeigt: Massenprodukte für Schwellenländer brauchen speziellen Zuschnitt.

FRANKFURT. Spätestens seit VW vor wenigen Jahren in China unter anderem mit dem kleinen, technisch anspruchsvollen Polo einen empfindlichen Einbruch erlebte, ist auch VW-Chef Bernd Pischetsrieder klar, dass der reine Technologieexport sehr enge Grenzen hat: „Es funktioniert nicht, dass die gleichen Ingenieure, die Autos für die etablierten Märkte entwickeln, auch Autos für Schwellenländer bauen“, lautet seine Überzeugung.

Und deswegen arbeiten wie VW alle Massenhersteller an speziellen Strategien für Schwellenländer wie China, Indien und Russland. Sie versprechen starkes Wachstum, doch müssen die Produkte der westlichen Firmen auf die lokalen Anforderungen zugeschnitten sein. „Die Bedürfnisse der Kunden unterscheiden sich oft deutlich von denen in entwickelten Ländern“, resümiert die Unternehmensberatung McKinsey in einer Studie. Dass europäische Technikvernarrtheit in den Schwellenländern nicht zieht, haben auch schon Maschinenbauer und Handyhersteller gespürt (siehe „Checkliste“).

Die Autos, mit denen die Massenhersteller auf den stagnierenden Märkten wie Westeuropa, USA oder Japan konkurrieren, taugen nur bedingt für die Emerging Markets: Sie haben eine immer ausgefeiltere Technik und sind dadurch immer anfälliger und teurer. Eine auf Schwellenländer ausgerichtete Produkstrategie zeigt sich am konzentriertesten bei Renault: Die Franzosen haben mit dem Dacia Logan bei der rumänischen Tochter ein Modell, das auf die Bedingungen in den neuen Märkten zugeschnitten ist: „Viel Platz, günstiger Preis, zuverlässig, robust und Basisanforderungen an Sicherheit und Leistung“, lautet das Motto.

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