Autobranche
Renault fährt Clio-Produktion hoch

Der französische Autobauer Renault fährt seine Produktion des Kleinwagens „Clio“ hoch. „Durch die Abwrackprämien in Deutschland und Frankreich ist die Nachfrage vor allem für die Modelle Twingo und Clio stark gestiegen“, erklärte eine Sprecherin. Dennoch kommt kein Überschwang auf.

PARIS. Die zusätzlichen Clios sollen im französischen Werk Flins gebaut werden. Entgegen anderslautetenden Agenturmeldungen sollen aber dafür keine Kapazitäten aus dem slowenischen Renault-Werk abgezogen werden, wo auch der Clio gebaut wird. "Die Produktion der zusätzlichen Clios geht nach Flins, weil unser Werk in Slowenien bereits voll ausgelastet ist", erklärte die Sprecherin. Das Werk in Flins sei technisch in der Lage, kurzfristig die Clio-Produktion aufzunehmen und damit die Nachfragespitze abzufangen.

Renault zeigt sich angesichts des staatlich subventionierten Kleinwagen-Booms weiter vorsichtig, und will die Produktion des Clio fünf Monate befristet hochfahren, von Juni bis einschließlich Oktober. Für die zusätzliche Clio-Produktion brauche das französische Werk 400 zusätzliche Mitarbeiter. "Das heißt aber nicht, dass wir 400 neue Leute einstellen werden", so die Sprecherin, denn die Jobs in Flins sollen zunächst an Mitarbeiter der anderen Renault-Werke angeboten werden, die nicht ausgelastet sind.

Vor allem das Werk in Sandouville, indem der Espace und der neue Lagune gebaut werden, ist weit von einer Auslastung entfernt. Sprich, Renault wird weniger als 400 neue Leute befristet einstellen - wie viele, hängt letztlich davon ab, wie viele Renault-Mitarbeiter aus den anderen Werken bereit sind, im Werk in Flins auszuhelfen.

Trotz dieser eher begrenzten Auswirkungen auf die Beschäftigungslage in Frankreich - weniger als 400 zeitlich befristete Jobs - rief die französische Regierung bereits "hurra": "Der Automobilplan (...) beginnt, die ersten Resultate zu zeigen", freute sich Luc Chatel, Regierungssprecher und Staatssekretär für Industrie. Noch bevor Renault die Details zu seinen Produktionsplänen veröffentlichte, hatte Chatel die gute Nachricht bereits am Freitagmorgen in Radio-Interviews unter das Volk gebracht.

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