Autobranche
Russischer Automarkt bricht stark ein

Binnen Jahresfrist ging die Nachfrage nach Neuwagen um 47 Prozent zurück, wie der Verband europäischer Firmen in Russland (AEB) am Mittwoch mitteilte. Im Februar hatte das Minus bereits 38 Prozent betragen. Im ersten Quartal 2009 brach der Absatz um 40 Prozent ein.

HB MOSKAU. Der Verband reduzierte daher seine Erwartungen an das Gesamtjahr und rechnet nunmehr nur noch mit insgesamt 1,7 Millionen verkauften Autos - 46 Prozent weniger als noch ein Jahr zuvor.

Russlands Industrieminister ist noch skeptischer: er erwartet sogar einen Einbruch um 60 Prozent. Die russische Regierung müsse daher ihre Kaufanreize ausweiten, forderte der Verband. Die bisherigen Maßnahmen reichten nicht aus.

Vor der weltweiten Absatzkrise der Autobranche war Russland mit hohen Wachstumsraten auf dem Weg, Deutschland als größten Automarkt in Europa zu überholen. Angesichts von Stellenstreichungen und Gehaltskürzungen halten sich die Russen bei Neuanschaffungen nun aber zurück. Wegen der Abwertung des Rubel leiden vor allem ausländische Marken. Einige europäische Autobauer stoppten ihre Produktionen in Russland deswegen bereits.

Gegen den Trend stemmen konnte sich den AEB-Daten zufolge Europas größter Autobauer Volkswagen. Im März setzte VW mit 4066 Fahrzeugen 44 Prozent mehr um. Im ersten Quartal lag das Plus bei 46 Prozent. Mit am stärksten litten japanische Hersteller wie Honda und Mitsubishi sowie die großen US-Konzerne GM und Ford.

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