Autobranche
Schwere Zeiten für BMW-Mitarbeiter

Die aktuellen Quartalszahlen von BMW ließen auch den Mitarbeitern einen Schrecken in die Glieder fahren. Dass die Lage so schlimm ist, hätten wohl auch die meisten von ihnen nicht geahnt. BMW-Chef Norbert Reithofer kündgte direkt nach Bekanntgabe der Zahlen an, dass auch die Beschäftigten wegen der schlecht laufenden Geschäfte den Gürtel enger schnallen müssen.

HB DÜSSELDORF. Wegen der Absatzflaute schließt der BMW-Konzern weiteren Stellenabbau nicht aus. Der Konzern werde bei weiteren Produktionsanpassungen die flexiblen Instrumente - Arbeitszeitkonten und Zahl der Zeitarbeiter - nutzen, sagte Konzernchef Norbert Reithofer am Dienstag in einer Telefonkonferenz.

Der Münchner Konzern zahlt seinen Mitarbeitern für 2008 weniger Prämie. Grund sei der erwartete Gewinnrückgang. Für 2007 hatten die Beschäftigten durchschnittlich 5600 Euro erhalten. Ab 2009 werde zudem das Weihnachtsgeld anders berechnet; Details sollen in den nächsten Wochen festgelegt werden. 2008 wird das Weihnachtsgeld noch unverändert ausgezahlt: Wer länger als fünf Jahre bei BMW arbeitet, bekommt 120 Prozent eines Monatsgehalts.

Angesichts der Absatzschwäche will BMW 40 000 weitere Autos weniger bauen. Die Produktion war bereits um 25 000 Fahrzeuge gekappt worden. In den deutschen Werken würden die Werksferien über Weihnachten hinaus verlängert, sagte Reithofer. Zudem seien auch kürzere Schichten denkbar. Bereits in den Herbstferien stehen bei BMW die Bänder still.

BMW plant, wegen der Branchenkrise bis Ende des Jahres rund 8 100 Stellen zu streichen. Größtenteils soll dieser über eine geringere Zahl von Zeitarbeitern erfolgen. Von den Stammmitarbeitern (ohne Cirquent) sollen 3 100 gehen. Ende 2007 hatte BMW inklusive der 1 778 Cirquent-Beschäftigten 107 538 Angestellte.

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