Autobranche
Suzuki kostet VW 1,7 Milliarden Euro

Der deutsche Autobauer Volkswagen steigt bei Suzuki ein. Das Engagement bei dem japanischen Konkurrenten kostet die Wolfsburger 1,7 Milliarden Euro. Die Hoffnungen sind groß - und nicht ganz unberechtigt. Suzuki könnte vor allem in Indien eine perfekte Ergänzung für VW sein.
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HB TOKIO/FRANKFURT. Volkswagen strebt zusammen mit seinem japanischen Partner Suzuki schneller an die Weltspitze als bislang geplant. VW-Vorstandschef Martin Winterkorn sagte am Mittwoch in Tokio, die geplante Allianz unterstütze das Ziel des Wolfsburger Konzerns, Toyota bis 2018 als Weltmarktführer abzulösen. „Wenn das schneller gelingt, sind wir glücklich“, fügte er hinzu.

Volkswagen steigt beim japanischen Kleinwagenbauer Suzuki ein. Der deutsche Autoriese werde im Rahmen einer strategischen Partnerschaft 19,9 Prozent an Suzuki erwerben, teilten beide Unternehmen mit. Im Gegenzug beabsichtige Suzuki, bis zur Hälfte des erhaltenen Kaufpreises in VW-Aktien zu investieren. Die Transaktion soll im Januar abgeschlossen werden. Die Behörden müssen der Transaktion noch zustimmen.

Den auf 200 Milliarden Yen geschätzten Erlös aus dem Anteilsverkauf will Suzuki zur Hälfte in VW-Aktien investieren. Vorstandschef Osamu Suzuki sagte, da Papiere von VW derzeit nur schwierig zu bekommen seien, sei zunächst an eine Beteiligung im Wert von 50 Milliarden Yen in Stammaktien gedacht. Die Höhe des am Ende angestrebten VW-Anteils schätzte der Suzuki-Chef auf 2,5 Prozent.

Osamu Suzuki machte zudem klar, dass das japanische Unternehmen Partner von VW auf Augenhöhe sei. „Wir werden nicht zwölfte Marke von Volkswagen“, betonte der Suzuki-Chef.

Für den Einstieg bei Suzuki wird Volkswagen 1,7 Mrd. Euro zahlen. Das sagte ein VW-Sprecher in Tokio. Ob Europas größter Autokonzern den Anteil später möglicherweise erhöht, wollte der Sprecher nicht sagen. VW hatte erst am Montag für 3,9 Mrd. Euro knapp die Hälfte des Sportwagengeschäfts von Porsche übernommen.

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  • hat suzuki nicht auch ein großes werk in ungarn ?
    ich denke nicht daran das vw die kleinwagenproduktion in andere länder europas ( in denen die produktionskosten geringer sind )auslagern möchte.
    ich denke nur , hoffentlich verschluckt vw sich nicht auf dem weg zum größten europäischen autohersteller.

  • Sind Über-Kreuz-beteiligungen nicht verboten?
    Wenn sie es nicht sind, gehören sie verboten.
    Gesellschaft A kauft 30% Anteile von Gesellschaft b.
    Gesellschaft b kauft mit diesem Geld 30% an A.
    Mit 30% kann man eine Gesellschaft beherrschen.
    Das Management von A kontrolliert nun das von b und umgekehrt und die Alteigentümer, sprich Aktionäre sind kalt entmachtet.

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