Autobranche
Toyota: Japans Autoriese schlägt zurück

Die Schmach ist getilgt. Hatte vor kurzem noch Honda die Hitliste der meistverkauften Autos in Japan angeführt, liegt nun wieder Branchenprimus Toyota in Front - dem neuen Prius sei Dank. Mit dem Hybrid-Auto will Toyota die Konkurrenz hinter sich lassen.

TOYOTA. Die neue Version des Toyota-Hybridautos Prius ist in Japan nur wenige Tage nach seiner Einführung an die Spitze der Verkaufstabelle vorgefahren. Im vergangenen Monat war der Prius mit 10915 Stück das bestverkaufte Fahrzeug in Nippon, obwohl es erst am 18. Mai auf den Markt kam. Den dritten Platz nahm der rivalisierende Hybridwagen Insight von Honda ein.

"Bei dem Verkaufserfolg haben uns in der Krise auch die staatlichen Förderprogramme geholfen", sagt Toyota-Vizepräsident Takeshi Uchiyamada, der in den 90er-Jahren die Entwicklung des ersten Prius geleitet hat. Für das aktuelle Modell hat Toyota den Wagen zum dritten Mal runderneuert. Beim Kauf gibt es in Japan einen Steuernachlass, der sich nach der Umweltfreundlichkeit des Autos richtet. Da der Prius unter allen Benzinern am wenigsten verbraucht, erhält er den maximalen Zuschuss. Zudem nimmt Japan seit Mai Anträge auf die Abwrackprämie entgegen.

Der Prius spreche die Konsumenten in der Krise auch noch durch andere Eigenschaften an, sagt Uchiyamada. Wegen der niedrigen Betriebskosten müssen seine Käufer in Zukunft keine so hohen Ausgaben fürchten, was in unsicheren Zeiten die Anschaffung erleichtere. Außerdem gelten Hybride durch ihr Ökoeigenschaften und das schnittige Design als etwas Besonderes. Junge Leute wollten vielleicht gerade jetzt nicht mit dem Auto protzen und sich eher ein Auto mit gutem Image zulegen. "Aber auch viele Rentner wählen den Prius. Sie möchten kein großes Auto mehr, aber sie wollen auch kein schlechteres Auto fahren als zu ihrer Zeit im Berufsleben. Der Prius hilft da, weil er etwas neben den Kategorien steht", sagt Uchiyamada.

Toyota hat zudem den Preis für das Einstiegsmodell seines neuen Vorzeigewagens mit nur wenig mehr als 15 000 Euro recht konkurrenzfähig angesetzt. Analysten bezweifeln allerdings, dass der Weltmarktführer damit noch viel verdient. Doch Honda war mit der neuen Version seines technisch etwas simpleren Konkurrenzautos Insight etwas früher auf dem Markt. Da wollte der Marktführer dem Angreifer das Feld nicht einfach so überlassen und drehte am Einführungspreis.

Für Firmenkunden bleibt zusätzlich der Prius 2, das Vorgängermodell, in zwei Farben zum Sonderpreis auf dem Markt. An Firmen und Behörden wird Toyota ab Herbst auch seine allerneuste Entwicklung vermieten: Eine Prius-Version mit fortschrittlichen Lithium-Ionen-Batterien, die sich auch an der Steckdose aufladen lassen.

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