Autobranche
Vertriebschef Maier verlässt Daimler

Daimler verliert seinen Vertriebschef: Klaus Maier verlässt den Autobauer aus persönlichen Gründen. Seinen bis Ende September laufenden Vertrag will er nicht mehr verlängern. Sein Nachfolger kommt aus dem eigenen Hause.

HB STUTTGART. Der derzeitige Leiter des Vertriebs in der Region Zentral- und Osteuropa sowie Afrika/Asien, Joachim Schmidt, rückt an die Stelle von Maier. Der 61-Jährige tritt seinen Job am 1. Oktober an. Schmidt hatte bereits von 1999 bis zum Jahr 2005 die Verantwortung für den Vertrieb von Mercedes bei dem Dax-Konzern und war damit der Vorgänger von Maier. Der damalige Mercedes-Chef Eckhard Cordes hatte sich für seine neue Vertriebs- und Marketingstrategie gegen Schmidt und für den Nutzfahrzeugmanager Maier entschieden.

Vorstandschef Dieter Zetsche bedauerte die Entscheidung von Maier. „Klaus Maier hat als Vertriebschef von Mercedes-Benz viele neue Akzente gesetzt.“ Der 57-Jährige wird nach Branchenkreisen nicht nur den Stuttgarter Autobauer verlassen, sondern auch der gesamten Autobranche den Rücken kehren. Ob Maier bereits einen neuen Arbeitgeber hat und in welcher Branche dieser angesiedelt ist, wurde noch nicht bekannt. Mit der aktuellen Absatzkrise von Daimler soll der Personalwechsel nicht zu tun haben.

Daimler kämpft wegen der weltweiten Autotalfahrt seit Monaten mit massiven Absatzeinbrüchen. Im August wurden weltweit mit 73 200 Fahrzeugen der Marken Mercedes-Benz, AMG, smart und Maybach 13 Prozent weniger verkauft als vor einem Jahr. Zetsche und Maier hatten sich zuletzt zuversichtlich geäußert, dass das Absatzniveau in den kommenden Monate wieder ansteigt. Nach Einschätzung von Vorstandschef Zetsche, der auch Leiter von Mercedes-Benz Cars ist, wird der Absatz insgesamt in diesem Jahr im zweistelligen Bereich unter den Verkäufen von 2008 liegen.

Wegen der Absatzkrise sind bei den Stuttgartern seit Monaten mehrere zehntausend Mitarbeiter in Kurzarbeit. Derzeit sind 41 000 der rund 160 000 Mitarbeiter in den deutschen Auto-, Nutzfahrzeug- und Komponentenwerken von der Maßnahme betroffen.

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