Autobranche
Volkswagen kann Karmann-Teile übernehmen

Volkswagen kann wie geplant große Teile des insolventen Automobilzulieferers Karmann übernehmen. Die EU-Kommission gab am Dienstag ihr Einverständnis für die Pläne des Wolfsburger Autobauers.
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HB BRÜSSEL/HAMBURG. VW will sich die Metallgruppe und die technische Entwicklung des Osnabrücker Traditionsunternehmens einverleiben. Angesichts des geringen Marktanteils von Karmann in diesem Bereich stünden anderen Herstellern auch nach der Transaktion noch genügend Alternativen zur Verfügung, teilten die Wettbewerbshüter in Brüssel mit.

Europas größter Autobauer hatte sich vor kurzem mit Karmann-Verwalter Ottmar Hermann über den Kauf der Metallgruppe von Karmann verständigt, zu der der Werkzeugbau und das Presswerk gehören. Zusammen mit der technischen Entwicklungsabteilung wurden so über 600 Arbeitsplätze in der Region gesichert. Die neuen VW-Mitarbeiter verzichten vier Jahre lang auf Weihnachts- und Urlaubsgeld und erhalten im Gegenzug bis 2014 einen sicheren Arbeitsplatz.

Volkswagen hatte Karmann vor einem Jahr bereits Maschinen und Produktionshallen abgekauft, um ab dem Frühjahr 2011 das VW-Golf-Cabrio vom Band rollen zu lassen. Auch über die Produktion von Porsche-Modellen wurde nachgedacht. Für die Dachsparte von Karmann hatte unlängst der finnische Auftragsfertiger Valmet den Zuschlag erhalten.

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