Autobranche Volkswagen schafft 2017 Verkaufsrekord in China

China ist für Volkswagen einer der wichtigsten Märkte. 2017 erzielten die Wolfsburger mit rund 3,2 Millionen verkauften Wagen dort einen neuen Verkaufsrekord. Auch im laufenden Jahr sollen die Verkäufe weiter steigen.
Update: 12.01.2018 - 12:36 Uhr Kommentieren
Volkswagen steigerte 2017 seine Verkäufe in China. Quelle: dpa
Verkaufsrekord

Volkswagen steigerte 2017 seine Verkäufe in China.

(Foto: dpa)

PekingChina hat seine Stellung als wichtigster Markt für Volkswagen gefestigt. Im vergangenen Jahr verkauften die Wolfsburger und ihre chinesischen Partner so viele Autos der Marke VW in dem Land wie nie zuvor. Insgesamt wurden 3,177 Millionen Wagen abgesetzt, wie der Konzern am Freitag in Peking mitteilte. Das waren 5,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Erstmals will Volkswagen zudem in China gebaute Fahrzeuge auch in andere Länder exportieren - das dürfte die Abhängigkeit von diesem Schlüsselmarkt etwas verringern.

VW unterzeichnete mit den Partnern FAW und SAIC Absichtserklärungen, wonach in China produzierte Autos künftig auch in Länder Südostasiens geliefert werden sollen. Ein VW-Sprecher wies Befürchtungen zurück, dass durch die Entscheidung Standorte in Europa oder in anderen Teilen der Welt, die bisher allein nach Südostasien lieferten, geschwächt würden.

Es gehe vielmehr darum, „?zusätzlichen Bedarf“? auf den schnell wachsenden Märkten in Asien zu decken. Erste Autos aus chinesischen Fabriken sollen noch im Januar in die Philippinen gehen. Später sollen dann auch weitere Länder beliefert werden.

Chinas Gesetze sehen vor, dass VW auf seinem inzwischen bedeutendsten Absatzmarkt im Joint Venture mit heimischen Herstellern produzieren muss. Auch für andere deutsche Autobauer ist China enorm wichtig.

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) erwartet laut früheren Angaben für 2017 ein Plus von 2 Prozent auf 24,1 Millionen Neuwagen auf dem chinesischen Markt. Damit kühlte sich das branchenweite Wachstumstempo allerdings ab: Nach Angaben der Unternehmensberatung PwC hatte der Markt 2016 noch um 13,3 Prozent zugelegt. Hintergrund sei beispielsweise die Verringerung einer Steuersubvention.

Nach Angaben von VW-China-Landeschef Stephan Wöllenstein hält die Dynamik insgesamt jedoch an: „Der Dezember war unser bester Monat aller Zeiten.“ Im laufenden Jahr rechnet der chinesische Pkw-Verband PCA wieder mit einem etwas anziehenden Wachstum.

Das waren die 2016er Bestseller von VW
Platz 10: VW Touran - 164.248 verkaufte Fahrzeuge
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Den Auftakt in der Reihe der zehn Bestseller von VW macht der Kompaktvan. Ein Grund für seinen Erfolg liegt sicherlich in seinem wenig polarisierenden Design, dem großzügigem Platz, viel Komfort und der guten Sitzvariabilität. Ein echter Freund der Familie.

Quelle: VW Konzernbericht 2016

Platz 9: VW Up - 169.970 verkaufte Fahrzeuge
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Trotz gesunkener Verkaufszahlen reicht es noch für Platz neun: Der Kleinstwagen von VW überzeugt mit pfiffigen Lösungen auf engstem Raum. Agilität in der City und geringe Kosten, damit kann der Zweitürer ebenso punkten.

Platz 8: VW Bora - 236.427 Verkäufe
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Dass der Name der fünftürigen Limousine zwischen Golf- und Passat-Größe überhaupt noch geführt wird, ist der Bedeutung des chinesischen Automarktes zu verdanken, der für die Wolfsburger so unglaublich wichtig geworden ist. Und egal was man von der Formgebung in Europa hält: Chinesen lieben nun mal klassische Limousinen...

Platz 7: VW Santana - 312.177 verkaufte Fahrzeuge
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Auch die dritte Generation ist ein echter Verkaufserfolg. In Deutschland führte das damals noch sehr kantige Modell eher ein Langweiler-Schattendasein, machte aber international Karriere: 2013 wurde ein komplett neu entwickelter Santana speziell für den chinesischen Markt vorgestellt.

Platz 6: VW Lavida - 547.187 verkaufte Fahrzeuge
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Und noch eine Limousine, wobei diese untere Mittelklasse sogar in China entwickelt wurde. Den hierzulande unbekannten Lavida bietet VW seit zwei Jahren auf dem größten Wachstumsmarkt an. Mit Erfolg.

Platz 5: VW Tiguan - 548.687 verkaufte Fahrzeuge
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Vom globalen Boom der mehr oder weniger kompakten City-Geländewagen oder SUV profitiert natürlich auch der aktuell größte Autohersteller der Welt. 53 Prozent der Tiguan-Auslieferungen rollen auf den asiatisch-pazifischen Markt, gefolgt von Europa mit 31,6 Prozent.

Platz 4: VW Passat/Magotan - 711.878 verkaufte Fahrzeuge
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Platz, Qualität und High-Tech überzeugen viele Käufer. Die geräumige untere Mittelklasse ist in Deutschland vor allem als Kombi für Dienstwagen-Fuhrparks gefragt, der Rest der Welt findet die Limousine interessanter. Den Absatz des Bestsellers, den es schon seit mehr als 40 Jahren gibt, hält VW im Vergleich zum Vorjahr in etwa stabil.

Aus einer Analyse der Wirtschaftsprüfer von Ernst&Young (EY) zu den 16 weltweit größten Autokonzernen ging unlängst hervor, dass Volkswagen, BMW und Daimler weiter Marktanteile im Reich der Mitte gewinnen - und zugleich abhängiger von China werden. Jedes dritte deutsche Auto wurde im dritten Quartal demnach dorthin verkauft. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wurden die deutschen Autohersteller in China mit 1,37 Millionen Fahrzeugen neun Prozent mehr los. Der weltweite Absatz ging um sechs Prozent nach oben.

  • dpa
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