Autobranche
VW fällt auf wichtigem US-Markt weiter zurück

Seit sieben Monaten macht der US-Markt dem deutschen Autobauer Volkswagen keine Freue mehr: Im Oktober sind die Verkäufe der Wolfsburger erneute gesunken. Nun plant VW einen neuen SUV für den US-Markt.
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Herndon/DetroitDer US-Automarkt wird für Volkswagen immer ungemütlicher. Im Oktober fielen die Verkäufe um 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Es ist der siebte Monat in Folge, in dem die Wolfsburger zurückfallen. Das ist besonders problematisch, weil VW bis 2018 zur Nummer eins weltweit aufsteigen will und die Vereinigten Staaten dabei eine Schlüsselrolle spielen.

Der US-Markt an sich boomt: Mit General Motors konnte einer der größten Rivalen einen Verkaufszuwachs um 16 Prozent auf 226 400 Wagen einfahren. „Die Verkäufe haben wirklich an Fahrt gewonnen, nachdem der Verwaltungsstillstand beendet ist“, erklärte US-Vertriebschef Kurt McNeil am Freitag in Detroit.

Auch sein Ford-Kollege John Felice sprach von einem „außergewöhnlichen Monat“. Er konnte einen Absatzzuwachs von 14 Prozent auf 192 000 verkünden. Der dritte große US-Autobauer Chrysler legte um 11 Prozent auf 140 100 Wagen zu. Im Vergleich dazu ist die Marke VW ein Zwerg mit zuletzt 28 100 verkauften Autos. Die Premium-Schwestern Audi und Porsche werden extra gezählt.

VW hatte seine US-Verkäufe von 2009 bis 2012 verdoppeln können. Der gute Lauf endete jedoch im April. Die Wolfsburger sind bei den beliebten Geländewagen schwach aufgestellt und bei Pick-up-Trucks gar nicht vertreten. Diese machen etwa die Hälfte aller US-Verkäufe aus. Wichtigste VW-Modelle sind die Limousinen Jetta und Passat.

Um dem Abwärtstrend entgegenzusteuern, dürfte VW bis Ende des Jahres über einen neuen SUV für den US-Markt entscheiden. Schon im Januar hatte das Unternehmen seine Studie Crossblue auf der Automesse in Detroit vorgestellt. Rangeleien um eine Arbeitnehmervertretung im US-Werk in Chattanooga erschweren jedoch eine Entscheidung.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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