Autobranche
VW-Finanztochter will Rettungspaket nutzen

Die Bankentochter von Bolkswagen prüft, ob sie den Rettungsfonds der Bundesregierung nutzen will. Laut Medienberichten prüfen derzeit auch die anderen großen deutschen Autobauer, sich von der Regierung helfen zu lassen. Allem Anschein nach ist auch eine abgestimmte Aktion der Hersteller denkbar.

HB HAMBURG. Europas größter Autobauer Volkswagen erwägt, für seine Finanzsparte auf Regierungshilfe zurückzugreifen. "Wir prüfen derzeit einen solchen Schritt", sagte ein Sprecher der VW-Tochter am Montag in Braunschweig. Ziel sei es, Wettbewerbsnachteile zu vermeiden. Der Sprecher bestätigte, dass es sich dabei um eine abgestimmte Aktion mit anderen deutschen Autoherstellern handele.

Der "Spiegel" berichtet, mehrere deutsche Autobauer beabsichtigten, staatliche Hilfen in Anspruch zu nehmen. Die Hersteller wollten staatliche Garantien für die Finanzierung in Höhe mehrerer Mrd. Euro beantragen, eine Eigenkapitalhilfe lehnten sie jedoch ab. Offen sei noch, ob auch die Banken von Ford und Opel die Hilfen in Anspruch nehmen wollten. Während die Mercedes-Benz-Bank den Bericht zurückgewiesen hat, hatte BMW am Wochenende erklärt, es gebe noch keine Entscheidung über eine Inanspruchnahme. Sollten sich andere Autobanken zu diesem Schritt entschließen, werde BMW jedoch nachziehen, um keinen Wettbewerbsnachteil zu haben.

Die Autobauer lassen seit Jahren einen immer größeren Teil ihres Absatzes durch die eigenen Banken über Kredite und Leasingverträge finanzieren. Für die Finanztöchter der Hersteller ist es - wie für alle Banken derzeit - aber schwerer geworden, sich frische Mittel an den Kreditmärkten zu beschaffen. Wegen des schwachen Automarktes lassen sich die gestiegenen Refinanzierungskosten nicht auf die Kunden abwälzen.

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