Autobranche
VW ist besser als der Rest

Volkswagen hat den branchenweiten Abschwung im zurückliegenden dritten Quartal gut verkraftet. Im Gegensatz zu anderen Autobauern wie Daimler oder Renault muss VW die Jahresprognose nicht herunterschrauben. Die Zahlen für das dritte Quartal waren besser als erwartet.

gie, mcs DÜSSELDORF/WOLFSBURG. Der Vorsteuergewinn lag in den ersten neun Monaten minimal über den Erwartungen bei 5,3 Milliarden Euro. Der operative Gewinn legte um 15 Prozent auf 4,9 Milliarden Euro zu. Auch die Umsatzzahlen fielen überraschend gut aus: Der Umsatz stieg um 5,5 Prozent auf 85,4 Milliarden Euro und lag damit deutlich über den Prognosen der Erwartungen.

Experten beurteilen die Daten positiv: „Die Zahlen sind überraschend gut“, sagt Branchenanalyst Frank Schwope von der NordLB. „Im Fall der beiden Kernmarken VW und VW Nutzfahrzeuge machen sich die Restrukturierungen der vergangenen Jahre bezahlt. Die spanische Tochter Seat bleibt weiter das operative Sorgenkind. Allerdings hat auch die Dynamik bei der tschechischen Tochter Skoda, bislang ein überdurchschnittlicher Gewinnbringer, und bei der Nobelmarke Bentley nachgelassen. Skoda konnte den Absatz zwar weiter steigern, fällt aber beim Ergebnis ab.“

Noch wichtiger war den Börsianern allerdings der Ausblick auf das vierte Quartal: Entgegen der Befürchtungen gab es keine Gewinnwarnung. VW bestätigte die Jahresprognose und sagte, die Zahl der ausgelieferten Fahrzeuge gegenüber 2007 steigern zu wollen. Bis 2011 will der VW-Vorstandsvorsitzende Martin Winterkorn 8 Mio Pkw und Nutzfahrzeuge jährlich verkaufen.

Für das nächste Jahr hat Vorstandschef Martin Winterkorn bereits Einschnitte angekündigt. "Wir müssen uns alle auf eine harte Durststrecke einstellen", sagte er unlängst mit Blick auf die Absatzkrise der Autobranche. Die Kosten sollen deshalb gesenkt werden. Bisher steuert der Konzern mit dem Abbau von Leiharbeitskräften und der Umschichtung von Produktion in den Werken gegen die Krise. Die Produktionsbänder mussten bisher nicht gestoppt werden.

Die Hoffnungen richten sich auf den neuen Golf, der seit Mitte Oktober in sechster Generation bei den Händlern steht. Nach Einschätzung von Branchenexperten bleibt aber abzuwarten, ob der für VW wichtige Kompaktwagen ausreichend Käufer findet.

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