Industrie

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Autobranche: VW mit Absatzrekord in China

Die deutschen Autobauer profitieren deutlich vom chinesischen Konjunkturprogramm: Nach BMW hat auch Volkswagen im 1. Quartal deutlich mehr Autos in China verkauft als vor einem Jahr – also noch vor der weltweiten Krise.

von Andreas Hoffbauer
Volkswagen macht in China und Shanghai gute Geschäfte. Quelle: dpa
Volkswagen macht in China und Shanghai gute Geschäfte. Quelle: dpa

PEKING. Für Volkswagen wurde der März mit 112 446 ausgelieferten Autos sogar der „bislang beste Verkaufsmonat“ in China, jubelt das Wolfsburger Unternehmen.

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Auch von Januar bis März habe der Absatz mit einem Zuwachs von rund 6 Prozent auf 284 143 verkaufte Autos der Marken VW, Skoda, Audi und Bentley deutlich über den Erwartungen gelegen, teilte der Wolfsburger Konzern in Peking mit. Dabei habe vor allem der Run auf Kleinwagen, die von der Regierung in Peking seit kurzem steuerlich gefördert werden, den Absatz beflügelt.

Doch auch die deutschen Limousinenhersteller melden Erfolge in China. Der Münchner BMW-Konzern konnte von Januar bis März gegenüber dem Vorjahreszeitraum die Verkäufe um fast 14 Prozent auf 16 580 Fahrzeuge steigern. Auch Mercedes-Benz zeigt sich optimistisch: Der Markt sei wieder in Fahrt gekommen, hat der Vertriebschef der Daimler-Pkw-Marke, Klaus Maier, erst vor kurzem erklärt.

Der VW-Konzern hat sein China-Verkaufsziel für dieses Jahr um 50 000 Fahrzeuge erhöht. Das 1. Quartal hat „alle unsere Erwartungen übertroffen“, so VW-China-Chef Winfried Vahland am Dienstag in Peking. Volkswagen habe sich damit in China eine sehr gute Basis für weiteres Wachstum geschaffen.

Der VW-Konzern will so auch im Krisenjahr 2009 mehr als eine Million Autos in China verkaufen. Diese Marke hatte der Autobauer mit seinen Partnern Shanghai Volkswagen und FAW-Volkswagen erstmals 2008 geschafft. China könnte damit innerhalb des VW-Konzerns dieses Jahr erstmals vor Deutschland zum größten Absatzmarkt aufsteigen.

Der neue Boom auf dem größten Automarkt der Welt wurde nach Rückgängen im Absatz durch die Regierung angekurbelt, die mit Steuernachlässen für den Kauf von Kleinwagen sowie mit Subventionen für die Branche den Absatz wieder beflügelte.

Insgesamt wurden in der Volksrepublik im März nach Angaben des chinesischen Autoherstellerverbandes 1,1 Mio. Fahrzeuge verkauft. Damit sei der bisherige März-Rekord von 1,06 Mio. Fahrzeugen gebrochen worden.

Chinas Automarkt war jahrelang mit zweistelligen Zuwachsraten verwöhnt wurde, ab Mitte 2008 war die Nachfrage aber im Zuge der Wirtschaftskrise deutlich gesunken. Analysten halten nun angesichts der guten März-Zahlen das Ziel von einem Branchenwachstum von zehn Prozent für erreichbar. In den Vorjahren war der Markt jedoch jährlich um rund 20 Prozent gewachsen.

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