Autobranche
Zulieferer Keiper streicht keine Stellen

Der geplante Jobabbau beim Autozulieferer Keiper ist vorerst abgesagt. Das Unternehmen setzt stattdessen lieber auf Kurzarbeit und verschiebt eine anstehende Lohnerhöhung. Ganz aus der Welt ist das Thema Stellenstreichung damit aber noch nicht.
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HB ROCKENHAUSEN. Der Autozulieferer Keiper verzichtet vorerst auf den geplanten Abbau von bis zu 550 Arbeitsplätzen in Deutschland. Im Gegenzug soll eine für das kommende Jahr geplante tarifliche Lohnerhöhung auf 2011 verschoben werden. Das Unternehmen will zudem die Kurzarbeit bis Ende 2010 ausdehnen, wie Keiper am Montag mitteilte. In den vergangenen Wochen hatte es Verhandlungen mit dem Betriebsrat und der IG Metall gegeben, wie ein Arbeitsplatzabbau verhindert werden könnte. Nun sind für das kommende Jahr betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen.

Das Unternehmen rechnet im laufenden Jahr nur noch mit einem Umsatz von rund 600 Mio. Euro - nach 808,6 Mio. Euro im Jahr 2008. Erst vor einem Monat hatte Keiper deshalb den Abbau von 550 der bundesweit 2600 Stellen angekündigt. Nun sollen auf andere Weise Kosten gespart werden. Keiper stellt vor allem Komponenten für Fahrzeugsitze her.

Ganz aus der Welt ist der Stellenabbau aber nicht. Sollte er ab 2011 doch noch nötig werden, dann soll eine Transfergesellschaft gegründet werden, die die Betroffenen für zwölf Monate beschäftigen würde. Weltweit beschäftigt Keiper 5500 Menschen. ÄKeiper-WerkÜ: Industriestr.

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