Autofahrer in den USA betroffen Takata weitet Airbag-Rückruf aus

Der japanische Autozulieferer Takata geht nach eigenen Angaben auf Nummer Sicher: Er will weitere 2,7 Millionen Airbags zurücknehmen. Betroffen sind drei Automarken in den USA.
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Das Logo von Autozulieferer Takata: Der Airbag-Skandal hat erneut zu einer Rückrufaktion geführt. Quelle: Reuters
Takata

Das Logo von Autozulieferer Takata: Der Airbag-Skandal hat erneut zu einer Rückrufaktion geführt.

(Foto: Reuters)

WashingtonTakata ruft in den USA weitere 2,7 Millionen Airbags wegen der Gefahr zu starken Auslösens zurück. Betroffen sind nach Angaben des japanischen Zulieferers Fahrzeuge von Ford, Mazda und Nissan.

Das geht aus Unterlagen hervor, die am Dienstag auf der Internetseite der US-Verkehrsbehörde NHTSA veröffentlicht wurden. Takata bezeichnete den Schritt als reine Vorsichtsmaßnahme.

Wegen eines Debakels mit Takata-Airbags läuft in den USA bereits eine riesige Rückrufaktion, die über 40 Millionen Wagen etlicher Hersteller umfasst. Aufgrund eines Defekts kann der Aufprallschutz zu kräftig auslösen, so dass die Verkleidung gesprengt und Teile durch das Fahrzeug geschleudert werden.

Tödliche Geschosse – das sind die Gründe für die Takata-Pleite

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Als Problem gilt, dass die Airbags durch Gasgeneratoren mit Ammoniumnitrat ausgelöst werden, aber kein Trockenmittel enthalten, das vor Schäden durch Hitze und Luftfeuchtigkeit schützen soll. Jetzt geht es laut Takata um Airbags mit Trockenmittel, die rein vorsorglich zurückgerufen werden.

Erst am Montag hatte der am stärksten betroffene Hersteller Honda den elften Todesfall in den USA bestätigt, den der Konzern in Verbindung mit defekten Airbags von Takata sieht. Weltweit wird nun von 18 tödlichen Unfällen und über 180 Verletzten ausgegangen. Takata hat wegen des Vorwurfs, Risiken verschwiegen und Sicherheitstests manipuliert zu haben, eine Milliardenstrafe in den USA akzeptiert.

Unter der Last der hohen Kosten für Rückrufe und Rechtskonflikte meldete das 1933 gegründete Unternehmen im Juni Insolvenz in Japan und den USA an. Es ist eine der größten Pleiten in Japans Wirtschaftsgeschichte. Für die Tochterfirmen von Takata in Europa seien jedoch keine Insolvenzverfahren geplant, hieß es.

  • dpa
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