Autogipfel in Brüssel
VW-Strategie sorgt für Streit

Nach dem Ergebniseinbruch im abgelaufenen Jahr wächst der Druck auf Konzern-Chef Bernd Pischetsrieder, die Strategie von Volkswagen zu ändern. Der Betriebsrat verlangt als Konsequenz die Konzentration auf bezahlbare Modelle.

hof/zel/sce FRANKFURT/M. „Wir dürfen unsere Kraft nicht weiter für Bugattis und Bentleys vergeuden“, fordert der Konzernbetriebsrats-Vorsitzende und Aufsichtsrat, Klaus Volkert, im Gespräch mit dem Handelsblatt. VW müsse sich auf Autos konzentrieren, „die auch vom normalen Volk bezahlt werden können“. Teilen des Managements wirft er eine zu optimistische Einschätzung der Lage vor. „So mancher hat sich dabei eine Zukunft erträumt, die so nicht gekommen ist“, sagte Volkert.

Dagegen hat Pischetsrieder bislang nur vorsichtige Strategie-Korrekturen angekündigt. Er will zwar mit einer Auffächerung der Modellpalette – mehr Cabrios, mehr Coupés – Angebotslücken schließen und die Abhängigkeit vom Golf verringern. Gleichzeitig hat sich der Volkswagen-Chef aber noch nicht von seiner Idee verabschiedet, neben Audi auch mit der Marke VW die Konkurrenten BMW und Mercedes zu attackieren.

Der Konzernbetriebsratschef lehnt Pischetsrieders Plan ab, mit einem weiteren Luxusmodell unterhalb des Phaeton die 5er-Reihe von BMW und die Mercedes E-Klasse anzugreifen. „Wenn wir wieder reich sind, können wir den Kunden auch solche Autos anbieten“, sagte Volkert. Zurzeit sei VW jedoch nicht reich. Tatsächlich konnte der Automobilhersteller 2003 zwar mit 5,015 Millionen Autos rund 30 000 mehr als im Vorjahr verkaufen und den Umsatz leicht auf 87,15 Mrd. Euro erhöhen. Angesichts des Ergebniseinbruchs wird die Dividende je Stammaktie aber von 1,30 Euro auf 1,05 Euro gesenkt.

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