Autohäuser kämpfen um höheren Anteil an der Konkursmasse
Rover-Händler ringen mit Insolvenzverwalter

Die Chancen der etwa 170 deutschen Händler und Servicepartner, vom insolventen britischen Autobauer MG Rover einen Großteil ihrer ausstehenden Zahlungen zu erhalten, sind weiter gesunken.

hof FRANKFURT. Weder bei einem Treffen mit den Zwangsverwaltern von Pricewaterhouse Coopers (PwC) noch bei der Gläubigerversammlung gestern in Düsseldorf konnten sich die Beteiligten einigen. Die deutschen Händler setzen nun auf eine Aufspaltung des Insolvenzverfahrens. Rover hatte im April Insolvenz angemeldet.

Nach Angaben der Geschäftsführerin des Händlerverbandes ZDK Antje Woltermann streben die Händler eine so genannte Sekundärklage gegen die deutsche MG-Rover-Tochter beim Amtsgericht Düsseldorf an. Ein solches Verfahren hätte für sie den Vorteil, dass nach deutschem Recht verhandelt würde. Der Importeur MG Rover Deutschland verfügt nach Aussagen von Woltermann noch über einen Fahrzeugbestand von mehr als 2000 Autos, der einen Gegenwert zu den Forderungen der Händler von rund zwei Mill. Euro darstellen könnte.

Allerdings werden gegen den Importeur auch Forderungen der Rover-Exportgesellschaft geltend gemacht. Die deutschen Händler drängen darauf, dass diese nicht vorrangig behandelt werden.

Eine Auslieferung der Fahrzeuge und Aufrechnung mit den Forderungen der Händler lehnte PwC bislang kategorisch ab. Der deutsche Rover-Importeur bot den Händlern lediglich eine deutlich höhere Gewinnbeteiligung beim Verkauf der noch verbliebenen Autos an und eine Übernahme der zweijährigen Garantie. Die Händler lehnten ab.

Würden die Außenstände der deutschen Händlerschaft mit der Masse des Konzern-Insolvenzverfahrens aufgerechnet, sähen die Aussichten ganz düster aus. Nach Angaben der Insolvenzverwalter belaufen sich die Forderungen der Gläubiger auf insgesamt rund zwei Mrd. Euro. Ihnen stünde kaum verwertbare Masse in Höhe von gut 100 Mill. Euro gegenüber, teilte PwC mit. Pikant dabei ist, dass etwa ein Drittel der Forderungen auf die Rover-Eigentümergesellschaft Phoenix Venture Holdings entfällt, deren Geschäftsgebahren zurzeit Gegenstand einer Untersuchung ist.

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